Noah Sow, 36 Jahre
Natürlich muss der Kampf so lange weitergehen, bis Gleichbehandlung Realität ist. Ich denke, am wichtigsten wäre zuerst, dass wir als Frauen nicht mehr diskriminiert und sexualisiert werden. Wenn wir immer noch in den Medien als Objekte dargestellt werden, ist es kein Wunder, dass wir auch bei der Aufsichtsratspostenverteilung nicht ernsthaft in Erwägung gezogen werden.
An unserer Leistung werden wir noch zu oft erst in zweiter Linie gemessen. Das muss aufhören. Eine wichtige Unterstützung von Männern wäre es, dass diese mal über ihre unendliche Eitelkeit hinweg kommen, ihr Ego für fünf Minuten in den Griff kriegen und vielleicht sogar auf ein paar der Privilegien verzichten, die sie unverdientermaßen innehaben. Unverdient, weil Frauen natürlich mindestens gleich intelligent und qualifiziert sind, aber weniger Wertschätzung und Lohn für ihre Arbeit erfahren und mit anderen Maßstäben gemessen werden. Männer finde ich dann stark, wenn sie solidarisch sind, zum Beispiel Sexismus offensiv bekämpfen. Wer seinen Erfolg auf ein künstliches Kleinhalten von Frauen stützt, ist dagegen nur armselig. Ich finde es schade, dass die starken Begriffe Emanzipation und Feminismus von Männern mit unendlich vielen abwertenden Assoziationen belegt wurden. Hier mein Aufruf an alle jungen Frauen, die diese Begriffe nicht verwenden: Wer euch nur mag, wenn ihr nicht zugebt, dass ihr emanzipiert seid und für Frauenrechte eintretet, ist nicht gut genug. Versprochen!
Aufgezeichnet von Hans-Hermann Kotte
Aktuelle Nachrichten aus der Gesellschaft
Manchmal sind es die kleinen, schönen Dinge am Rande, die beeindrucken. Die zeigen wir in unseren Bildern des Tages.
Werben auf dem iPad
Das iPad als Werbeform bietet besonders viele Möglichkeiten. Gerne beraten wir Sie persönlich.