Die Freude über den siebten Titelgewinn des 1. FFC Frankfurt beim DFB-Hallenpokal in Magdeburg erhielt schnell einen Dämpfer: Ali Krieger, die 27-jährige US-Nationalspielerin der Frankfurter, erlitt beim 14:0-Sieg in der Olympia-Qualifikation gegen die Dominikanische Republik einen Kreuz- und Innenbandriss. Die Saison und Olympia sind damit für die Verteidigerin gelaufen. Sie wird sechs bis acht Monate ausfallen. „Das ist sehr schade für Ali, wir werden ihr aber helfen, schnellstmöglich wieder fit zu werden“, sagte FFC-Coach Sven Kahlert.
Kurzfristige Verstärkungen seien aber kein Thema, da der FFC gut aufgestellt sei und Kriegers Abwesenheit bei Länderspielen auch kompensieren müsse.
Laudehr neben Kulig?
Manager Siegfried Dietrich und Kahlert sind sich einig, dass Qualität und Quantität ausreichen: „Wichtig ist, dass wir das richtige Selbstvertrauen an den Tag legen und sich das Team schnell findet.“
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Ein möglicher Transfercoup deutet sich dagegen für den Sommer an: Nach Informationen des Kickers steht der FFC kurz vor der Verpflichtung von Simone Laudehr vom FCR Duisburg. Die Nationalspielerin, deren Vertrag zum Ende der Saison ausläuft, sei sich bereits einig mit dem 1.FFC. Laudehr könnte in Frankfurt gemeinsam mit Nationalmannschaftskollegin Kim Kulig die Doppel-Sechs bilden.
Kahlert freut sich über Sieg beim Hallenturnier
Abgesehen von Kriegers Verletzung hat der Trainer des 1. FFC Frankfurt auch kaum Grund mit Sorgen auf sein Team zu blicken. Beim Rückblick auf den Triumph seines Teams bei der 18. Auflage des wichtigsten Hallenturniers der Frauen geriet er sogar ins Schwärmen: „Wie wir im Viertelfinale gegen Leverkusen vier von fünf Toren herauskombiniert haben, das war erste Sahne.“
Die Frankfurterinnen konnten sich mit dem 4:0-Finalsieg gegen den FCR Duisburg vor 4682 Zuschauern auch für die Finalniederlage beim letzten Hallenturnier in Kiel vor einer Woche revanchieren.
Dabei war der 1. FFC mit einer 1:3-Niederlage gegen den VfL Wolfsburg schlecht ins Turnier gestartet. „Da waren wir gedanklich nicht da“, analysierte Kahlert. „Unsere Fehler haben wir dann deutlich aufgezeigt und uns von Spiel zu Spiel gesteigert.“ Durch einen 2:0-Sieg gegen USV Jena und einen 3:0-Erfolg gegen SC 07 Bad Neuenahr feierten die Hessinnen noch den Gruppensieg, bevor die 5:2-Gala gegen Leverkusen im Viertelfinale folgte.
Samstag ins Trainingslager
Das Halbfinale gegen den HSV gewann der 1. FFC erst im Neunmeterschießen (9:8). Im Finale sorgten dann Fatmire Bajramaj mit zwei Treffern sowie Saki Kumagai und Svenja Huth für einen 4:0-Erfolg. „Das gibt uns viel Selbstvertrauen für die Bundesliga und die Gewissheit, dass wir jeden schlagen können “, resümierte Kahlert, der Ende der Woche mit seinen Spielerinnen noch einige Trainingseinheiten absolviert, bevor es am kommenden Samstag nach Belek ins Trainingslager geht.
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