Die Fußball-Frauen des 1. FFC Frankfurt haben mit einem 3:0 (1:0)-Erfolg über Paris Saint-Germain die Tür zum Viertelfinale der Champions League ziemlich weit aufgestoßen. „Jetzt müssen wir beim Rückspiel nächste Woche in Paris durch diese Tür nur noch durchgehen“, sagte FFC-Manager Siegfried Dietrich. Er war zufrieden.
Gezeichnet von einem körperlich bisweilen fast schon aggressiven Spiel − ein Hämatom begann schon in ihrem Gesicht aufzublühen − gab sich Defensivspielerin Meike Weber nach dem klaren Hinspiel-Erfolg selbstbewusst: „Wir werden uns das Viertelfinale nicht mehr aus der Hand nehmen lassen.“ Schließlich habe man ein „gutes Spiel gemacht, denn wir waren immer dicht bei den Leuten dran.“
Kollegin Sandra Smisek befand: „Die Französinnen haben sehr wenig Torgefahr ausgestrahlt.“ Und das war nur eine freundliche Formulierung für die Tatsache, dass es im gesamten Spiel keine einzige ernsthafte Chance für Paris gab. „Das war ein recht kompliziertes Spiel“, sagte der französische Trainer Camillo Vaz, da seine Mannschaft viele technische Fehler gemacht habe.
Trainer Kahlert rundum zufrieden
Dafür waren die Frankfurterinnen vom Fleck weg in Torschusslaune. Schon nach wenigen Momenten prallte der Ball zum ersten Mal nach einem Schuss von Fatmire Bajramaj gegen das Aluminium. „Insgesamt haben wir nicht nur drei Tore geschossen, sondern zusätzlich viermal Pfosten oder Latte“, sagte FFC- Trainer Sven Kahlert.
Die Freude darüber, endlich einmal seine Mannschaft unumwunden loben zu können, war ihm anzumerken: „Wir haben drei Klassen besser gespielt, als am Sonntag im Pokal gegen Wolfsburg. Die Mannschaft hat gut gearbeitet.“
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Die Arbeit zahlte sich in der 9. Minute zum ersten Mal aus, als Fatmire Bajramaj zur Führung fast von der Torauslinie traf. Torschuss oder Flanke? „Der Ball war nicht so gewollt. Aber es war in jedem Fall ein wichtiges Tor, denn wir wollten früh in Führung gehen“, sagte die Nationalspielerin, die die auffälligste Frankfurterin blieb und eine überragende Partie ablieferte.
Auf die nächsten Treffer mussten 2610 Zuschauer bis kurz nach der Pause warten, als Svenja Huth mit einer Flanke Kerstin Garefrekes mustergültig bediente. Und keine zehn Minuten später markierte Melanie Behringer (55. Minute) den Endstand. Fortan drängte Frankfurt auf einen weiteren Treffer: „Den hätten wir natürlich noch gerne gemacht“, so Sandra Smisek. „Da wir aber in Paris jederzeit in der Lage sind, ein weiteres Tor zu machen, langt uns das Ergebnis.“
Der Frankfurter Trainer Kahlert ging vor dem Rückspiel am kommenden Mittwoch sogar weiter. Er rechnete nicht, ob das Ergebnis reiche, sondern gab klare Vorgaben: „Wir wollen versuchen, ein gutes Spiel abzuliefern und zu gewinnen“, sagte der Trainer des 1. FFC Frankfurt. Vor der Kür wartet an diesem Sonntag aber beim Bundesligaspiel in Freiburg erst einmal das Alltagsgeschäft.
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