Wenn Siegfried Dietrich so redet, dann ist die Vertragsunterschrift nicht mehr fern. „Wir haben dem FCR Duisburg unser Interesse mitgeteilt, Simone Laudehr verpflichten zu wollen. Ich bin optimistisch, dass wir gute Karten haben“, bestätigte der Manager des 1. FFC Frankfurt einen Bericht des Montags-Kickers.
Der wirtschaftlich stärkste Verein der Frauen-Bundesliga bastelt also bereits an der nächsten hochkarätigen Verpflichtung, um endlich auch wieder eine sportliche Ausnahmestellung zu erreichen: Klappt der Deal mit der im Sommer ablösefreien Nationalspielerin, dann hätten die Hessen eine „kongeniales Doppel fürs Mittelfeld zusammen“, wie Dietrich sagt. „Es wäre ein Traum.“
Enorme Zweikampf- und Laufstärke
Die 25-Jährige bildete während der Weltmeisterschaft ein eingespieltes Gespann im defensiven Mittelfeld mit Kim Kulig, ehe die sich im Viertelfinale gegen Japan das Kreuzband riss und seitdem noch nicht für Frankfurt gespielt hat. Parallele zu Laudehr: Auch die 50-fache Auswahlspielerin fällt vorerst aus, weil sie sich am Montag in Wuppertal am Meniskus operieren ließ.
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Die in Regensburg geborene Fußballerin, die 2003 beim FC Bayern in der Bundesliga debütierte, um sich nur ein Jahr später dem FCR Duisburg anzuschließen, hat sich zur vielseitigen Mittelfeldspielerin mit enormer Zweikampf- und Laufstärke entwickelt.
Mit dem Auf und Ab in ihrem Metier kennt sich kaum jemand besser aus als die gelernte Bürokauffrau, die seit mehr als vier Jahren der Sportförderkompanie der Bundeswehr angehört.
Tor des Monats und Zweifel
Beim WM-Sieg 2007 köpfte sie im Finale das Tor zum 2:0 gegen Brasilien – im Überschwang zog sie das Trikot hoch und neben dem Sport-BH war auch ein Waschbrettbauch zu bewundern.
Das Foto ging um die Welt. Hernach staubte sie die Medaille zum „Tor des Monats“ ab, ging in Talkshows ein und aus. Danach fiel Simone Laudehr in ein mentales Loch und dachte sogar daran, ihre Karriere zu beenden. „Es ging damals von null auf hundert – viel zu schnell für eine junge Spielerin“, sagte sie später selbstkritisch.
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