Ägypten - vergebene Chancen
Nach dem Aufstand der Jugend und dem Sturz von Mubarak keimte Hoffnung auf in Ägypten. Nun dominieren Kämpfe das Land - mit vielen Opfern.

Menschenrechtler legen einen Bericht über die Niederschlagung der Proteste in Kairo vor und kommen zu erscheckenden Ergebnissen. Mehr...

Zwischen 20 Jahren und lebenslänglich bekamen die Vergewaltiger vom Tahrir-Platz.

Harte Urteile in Ägypten überzeugen Frauenrechtlerinnen nicht. Mehr...

Der australische Reporter Peter Greste hört im Gerichtssaal sein Urteil.

Ausländische Journalisten in Ägypten werden zu sieben bis zehn Jahren Haft verurteilt. Das Urteil ist hart und richtungsweisend: Es geht um die Pressefreiheit unter der neuen ägyptischen Regierung. Mehr...

Eine der vielen Vergewaltigungsopfer in Ägypten wird von Präsident Al-Sisi besucht.

Mindestens fünf Frauen wurden auf dem Tahrir-Platz sexuell misshandelt und verletzt. Mob-Angriffe auf Frauen haben in den vergangenen Jahren drastisch zugenommen. Mindestens 500 Frauen wurden Opfer. Mehr...

Auch das Oberhaupt der Muslimbruderschaft, Mohammed Badie (l.), ist zum Tode verurteilt worden; das Urteil ist aber noch nicht rechtskräftig. Foto: Almasry Alyoum/Archiv

In Ägypten werden erneut Anhänger der Muslimbruderschaft zum Tode verurteilt. Ein Gericht spricht am Samstag zehn Islamisten des Mordes schuldig. Mehr...

Die Al-Dschasira-Journalisten Peter Greste, Mohammed Fahmy und Baher Mohamed (v.l.) vor Gericht. (Archivbild)

Drei Journalisten von Al-Dschasira International werden in Ägypten in einem international kritisierten Prozess zu sieben Jahren Haft verurteilt. Neun weitere Angeklagte werden in Abwesenheit zu zehn Jahren Haft verurteilt. Mehr...

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Der ägyptische Satiriker Bassem Youssef gibt seine Sendung aus Angst um Leib und Leben auf.

Er fühle sich nicht mehr sicher, das Klima in Ägypten sei zu angespannt: Der Satiriker Bassem Youssef gibt seine Sendung "al-Bernameg" auf.  Mehr...

Abdel Fattah al-Sisi in Kairo.

Bei der Präsidentschaftswahl in Ägypten zeichnet sich ein haushoher Sieg für den ehemaligen Militärchef al-Sisi ab: Nach inoffiziellen Zwischenergebnissen stimmten 97 Prozent der Wähler für ihn. Mehr...

Soldaten und Polizisten vor einem Wahllokal in Kairo.

Wegen zu geringer Beteiligung soll die Präsidentschaftswahl in Ägypten nach Medienberichten um einen dritten Tag verlängert werden - auch wenn weiterhin kaum einer am Sieg des Ex-Armeechefs Al-Sisi zweifelt. Mehr...

Zwei ägyptische Polizisten am ersten Tag der Stimmabgabe vor einem Wahllokal.

Am zweiten Wahltag verlängern die Behörden in Ägypten die Abstimmungszeiten, auch wenn kaum einer am Sieg von Al-Sisi zweifelt. Skeptische Stimmen gibt es wenige, doch die Wahlbeteiligung ist nur mäßig.  Mehr...

Künftig ohne Uniform: Der ägyptische Verteidigungsminister Abdelfattah al-Sisi will Präsident werden.

In Ägypten haben die Präsidentschaftswahlen begonnen. Begleitet von strengen Sicherheitsvorkehrungen können die Ägypter wählen zwischen Abdel Fattah al-Sisi und dem Links-Politiker Hamdien Sabahi. Muslimbrüder rufen zum Boykott auf. Mehr...

Husni Mubarak nahm das Urteil äußerlich gelassen auf.

In der Causa Mubarak ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. Zwar ist der Ex-Präsident jetzt zu einer Haftstrafe verurteilt worden. Doch die Chancen, dass er in Freiheit sterben wird, stehen nicht schlecht. Einige Ägypter empört das. Doch große Proteste bleiben aus.  Mehr...

Ahmed Maher ist Gründer der Jugendbewegung 6. April und wurde im Dezember 2013 zu drei Jahren Gefängnis verurteilt.

Das Verbot der Jugendbewegung des „6. April“ bringt die Ägypter gegen ihre Regierung auf. Der „6. April“ spielte eine wichtige Rolle bei der Revolution von 2011. Mehr...

In Kairo sperren Militärs eine Straße, nachdem Anhänger der Muslimbrüder zu Protesten aufgerufen hatten.

In Ägypten sind 683 Mursi-Anhänger zum Tode verurteilt worden. Dies teilten die Anwälte am Montagmorgen mit. Angeklagt waren Teilnehmer der Demonstration vom 14. August 2013, bei der 700 Menschen getötet wurden. Mehr...

Koptische Christen besuchen am Osterwochenende einen Gottesdienst in Kairo.

Die Angst vor neuer Gewalt verdirbt vielen Christen in Ägypten die Freude auf das Osterfest. Schon Tage vor Ostern stehen vor vielen Kirchen vermummte Sicherheitskräfte in gepanzerten Fahrzeugen, Maschinenpistole im Anschlag. Mehr...

Protest für eine unzensierte Berichterstattung vor der ägyptischen Botschaft in Kathmandu.

Wie Journalisten in Ägypten behandelt werden, hängt davon ab, für wen sie arbeiten. Die angeklagten von Al-Dschasira wirken entspannt und bestreiten jeglichen Kontakt zu den Muslimbrüdern. Mehr...

Die Wut der ägyptischen Islamisten auf den Präsidentschaftskandidaten Abdel Fattah al-Sisi hat sich am Freitag erneut in Gewalt entladen.

Am ersten Freitag nach Bekanntgabe der Präsidentschaftskandidatur von Militärchef al-Sisi liefern sich ägyptische Islamisten und Polizei Straßenschlachten in mehreren Städten. Mindestens drei Menschen sterben - darunter eine Journalistin. Mehr...

Wird in den Straßen Kairos schon gefeiert: der künftige Präsident Abdel Fattah al-Sisi.

Mit den Todesurteilen setzen die ägyptischen Machthaber ein klares Signal: Sie sind entschlossen, den algerischen Weg zur „Befriedung“ durch gnadenlose Verfolgung der Islamisten zu gehen.  Mehr...

Künftig ohne Uniform: Der ägyptische Verteidigungsminister Abdelfattah al-Sisi will Präsident werden.

Nach langem Warten erklärt Abdelfattah al-Sisi seine Präsidentschaftskandidatur. Der bisherige Militärchef galt lange als Retter der Nation. Zuletzt schrumpfte die Beliebtheit von Al-Sisi aber deutlich. Mehr...

Al-Sisi gilt als hoher Favorit für die geplante Wahl.

Lange war spekuliert worden, nun ist es gewiss: Per Fernseh-Ansprache gibt der ägyptische Militärchef Abdel Fattah al-Sisi seine Kandidatur für die Präsidentschaftswahl bekannt. Unter seiner Führung war im Juli 2013 Präsident Mursi abgesetzt worden. Mehr...

Trauer nach dem Urteil von Minia.

Die Todesstrafe gegen 529 Muslimbrüder spaltet Ägypten: In den privaten und regierungstreuen Satellitenkanälen wird der Richter gefeiert, die Stimmen im staatlichen Fernsehen geben sich deutlich nachdenklicher.  Mehr...

Die verurteilten Mursi-Anhänger in Käfigen vor Gericht.

Ein Richter in Ägypten vergisst alle Grundsätze der Rechtsordnung und verurteilt 529 Angeklagte zu Tode. Dies erscheint unklug und darauf angelegt, weitere Gewalt zu provozieren. Tatsächlich entspringt das Urteil jedoch einer Logik, die in Ägypten derzeit weit verbreitet ist.  Mehr...

Angehörige der Verurteilten weinen vor dem Gerichtsgebäude in Minia.

Ein ägyptisches Gericht macht kurzen Prozess mit den Muslimbrüdern und schürt damit die Angst vor neuer Gewalt. Selbst Christen und Gegner der Muslimbrüder sehen in dem Urteil eine schwere Niederlage für die Rechtsstaatlichkeit und einen Neuanfang für das Land.  Mehr...

Bekamen Post vom Präsidenten: Die Eltern des angeklagten Journalisten Peter Greste.

Der Al-Dschasira-Prozess bringt die Regierung in Kairo zunehmend in Verlegenheit. Die Bilder der angeklagten Journalisten in Handschellen im Gerichtssaal gingen um die Welt.  Mehr...

Muslimbruder Safwat Hegazy in Kairo vor Gericht.

Das hat es in Ägypten noch nie gegeben: über 500 Todesurteile auf einen Streich. Die verurteilten Islamisten sollen am Tod eines hohen Polizeioffiziers schuld gewesen sein. Ob die Urteile aber in der Berufung Bestand haben, ist offen.  Mehr...

Al-Sisi auf einem T-Shirt, das auf dem Tahrir Platz verkauft wird.

Die ägyptische Regierung ist zurückgetreten und macht damit den Weg für eine Kandidatur des Verteidungsministers Al-Sisi zur Präsidentschaftswahl frei. Die Kritik an der Regierung wuchs schon lange.  Mehr...

Der zurückgetretene ägyptische Ministerpräsident al-Beblawi.

Die ägyptische Interimsregierung ist zurückgetreten. Eine Reihe von Streiks hatte in den letzten Wochen zahlreiche Behörden erfasst. Der Rücktritt der Regierung macht den Weg frei für eine Präsidentschaftskandidatur des Armeechefs Abdel Fattah al-Sissi. Mehr...

Der brennende Bus am Anschlagsort.

Eine Bombe explodiert in einem Bus mit Urlaubern. Der Anschlag auf dem Sinai ist ein schwerer Schlag für Ägyptens Tourismusbranche, die nach drei Jahren Demos und Unruhen ohnehin schon stark gelitten hat. Mehr...

Al-Sisi soll’s richten.

Verschwörungstheorien waren in Ägypten schon immer verbreitet, derzeit haben sie Konjunktur wie selten zuvor. Ein Großteil der Ägypter ist überzeugt, dass Europa, insbesondere Deutschland, mit der Muslimbruderschaft zusammenarbeitet. Mehr...

Hand drauf: Ägyptens Militärchef Abdel Fattah al-Sisi (links) und der russische Prasident Wladimir Putin.

Jagdflugzeuge, Raketenabwehrsystem und Hubschrauber: Die russische Regierung will Ägypten Waffen im Milliardenwert liefern. In den vergangenen Jahrzehnten hatte Ägypten vor allem von den USA Kriegsgerät erworben. Mehr...

Der Newsroom von Al Dschasira in Doha.

Die ägyptische Staatsanwaltschaft hat 20 Journalisten des Nachrichtensenders Al-Dschasira wegen angeblicher Zugehörigkeit zu einer terroristischen Vereinigung angeklagt. Acht der Angeklagten, unter ihnen der ehemalige BBC-Reporter Peter Greste, sind bereits in Untersuchungshaft.  Mehr...

Mohammed Mursi vor Gericht.

Der Prozess gegen den früheren ägyptischen Präsidenten Mohammed Mursi und weitere führende Muslimbrüder wird eröffnet. Der Prozess wird überschattet von einem tödlichen Anschlag.  Mehr...

Erst die Familienfeier, dann die Gewalt: Tahrir-Platz, 25. Januar 2014

Der Jahrestag der Revolution in Ägypten wird von Gewalt überschattet. Bei Anschlägen und in Folge von brutalen Einsätzen der ägyptischen Sicherheitskräfte gibt es Dutzende Opfer. Mehr...

Aufräumarbeiten im Islamischen Museum in Kairo.

Der Bombenanschlag auf das Polizeihauptquartier in Kairo hat verheerende Folgen für das gegenüberliegende Islamische Museum: Kostbare historische Schätze wurden infolge der Explosion vernichtet. "Was hier kaputtgegangen ist, ist unersetzlich". Mehr...

Anhänger der Muslimbruderschaft protestieren in Kairo neben brennenden Autoreifen.

Der dritte Jahrestag der Revolte in Ägypten wird von Gewalt überschattet. Bei Straßenschlachten zwischen Regierungsgegnern und Sicherheitskräften sterben rund 50 Menschen. Mehr als 750 Menschen werden festgenommen. Mehr...

Die Revolution hat in Ägypten noch nicht viel erreicht.

Ägypten erinnert an den Jahrestag des Aufstandes vor drei Jahren gegen Hosni Mubarak. Doch viele Helden des Arabischen Frühlings fürchten wieder Repressionen und planen eine neue Revolution. Ein Interview mit Amal Scharaf und Amer Mahrous. Mehr...

Der schwerste Terrorakt richtete sich gegen das Sicherheitsdirektorat der Kairoer Polizei in der historischen Altstadt. Vier Menschen starben, 73 weitere wurden nach Angaben eines Polizeisprechers verletzt.

Drei Jahre nach dem Sturz von Mubarak kommt Ägypten nicht zur Ruhe. Am Freitag erschüttert eine Bombenserie Kairo. Sechs Menschen sterben. Der Jahrestag der Revolte von 2011 droht in Gewalt zu versinken. Mehr...

Die Ägypter stimmen mit großer Mehrheit für eine neue Verfassung.

Das neue Grundgesetz soll den Weg zu Wahlen ebnen. Die niedrige Beteiligung beim Referendum verweist aber auch auf tiefe Gräben zwischen den Lagern. Die Islamisten blieben den Urnen einfach fern. Mehr...

Spezial

Nach dem Aufstand der Jugend und dem Sturz von Mubarak keimte Hoffnung auf in Ägypten. Nun dominieren Kämpfe das Land - mit vielen Opfern. Das Spezial.


Ägypten
Zeitgeschichte

Wiedervereinigung, Mauerfall, Deutscher Herbst, 1968, der Frankfurter Auschwitzprozess und das Hitler-Attentat vom 20. Juli 1944.

Dossier

Der Wahlsieg des iranischen Präsidenten Rohani weckt Hoffnungen auf einen Kompromiss im Atomstreit. Versagt die Diplomatie, droht ein Krieg.

Spezial: Israel-Iran-Konflikt