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Ägypten - vergebene Chancen
Nach dem Aufstand der Jugend und dem Sturz von Mubarak keimte Hoffnung auf in Ägypten. Nun dominieren Kämpfe das Land - mit vielen Opfern.

Mehr als tausend Menschen sind in Kairo aus Protest gegen die Einstellung des Verfahrens gegen Ex-Präsident Husni Mubarak auf die Straße gegangen. Dabei kommt es zu Gewalt: Die Polizei setzt Tränengas ein. Zwei Menschen sterben, mindestens neun Weitere werden verletzt. Mehr...

Manche Anhänger von Mubarak feiern auf den Straßen in Kairo....

Ägyptens Ex-Staatschef Mubarak wird nicht wegen des Todes von mehr als 800 Demonstranten verurteilt. Von Korruptionsvorwürfen wird Mubarak gar freigesprochen. Während Anhänger den ehemaligen Staatschef feiern, sind frühere Revolutionäre schockiert. Mehr...

Anhänger des ehemaligen Präsidenten Hosni Mubarak vor dem Militärhospital in Kairo.

Der „arabische Frühling“ beendete die Herrschaft von Ägyptens Machthaber Mubarak im Februar 2011. Über Jahre hinweg stand der Langzeitherrscher dann vor Gericht. Ist er bald ein freier Mann? Mehr...

Ägyptische Männer sitzen in einem Gefängnis in Kairo, weil sie ein Video aufgenommen haben, das eine Hochzeit homosexueller Männer zeigen soll.

Ägypten steht wegen Repressionen gegen Oppositionelle in der Kritik. Die Menschenrechtslage am Nil ist beklagenswert: Von 20 000 politischen Gefangenen ist die Rede. Doch Kairo hat einen Vorwand: Terror. Eine Analyse. Mehr...

Der ägyptische Präsident al-Sisi schwört das Volk auf Kampf ein.

Bei mehreren Angriffen sterben im Norden des Sinai Dutzende Soldaten. Präsident Al-Sisi verhängt den Ausnahmezustand und schwört das Volk auf Kampf ein. Mehr...

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Einzig die Studenten halten den Protest in Ägypten am Leben.

Die Militärregiereung konnte bislang verhindern, dass der Funke der Proteste von den Studenten auf die breite Bevökerung überspringt. Denn ein Blick in die Nachbarländer Libyen, Syrien und Jemen reicht, um den Menschen die Lust auf weitere revolutionäre Versuche zu nehmen. Mehr...

Ein privater Sicherheitsdienst kontrolliert Studenten an der Al-Azhar-Universität in Kairo. Sein Einsatz ist umstritten.

Die Protestbewegung in Ägypten meldet sich zurück: Übergriffe von Sicherheitskräften fachen den Zorn auf die Regierung an. Die Regierung versucht mit aller Kraft, die neue Studentenbewegung zu zerschlagen. Mehr...

Vor einem Jahr brannte die Raba-al-Adawija-Moschee.

Menschenrechtler legen einen Bericht über die Niederschlagung der Proteste in Kairo vor und kommen zu erscheckenden Ergebnissen. Mehr...

Zwischen 20 Jahren und lebenslänglich bekamen die Vergewaltiger vom Tahrir-Platz.

Harte Urteile in Ägypten überzeugen Frauenrechtlerinnen nicht. Mehr...

Der australische Reporter Peter Greste hört im Gerichtssaal sein Urteil.

Ausländische Journalisten in Ägypten werden zu sieben bis zehn Jahren Haft verurteilt. Das Urteil ist hart und richtungsweisend: Es geht um die Pressefreiheit unter der neuen ägyptischen Regierung. Mehr...

Eine der vielen Vergewaltigungsopfer in Ägypten wird von Präsident Al-Sisi besucht.

Mindestens fünf Frauen wurden auf dem Tahrir-Platz sexuell misshandelt und verletzt. Mob-Angriffe auf Frauen haben in den vergangenen Jahren drastisch zugenommen. Mindestens 500 Frauen wurden Opfer. Mehr...

Auch das Oberhaupt der Muslimbruderschaft, Mohammed Badie (l.), ist zum Tode verurteilt worden; das Urteil ist aber noch nicht rechtskräftig. Foto: Almasry Alyoum/Archiv

In Ägypten werden erneut Anhänger der Muslimbruderschaft zum Tode verurteilt. Ein Gericht spricht am Samstag zehn Islamisten des Mordes schuldig. Mehr...

Die Al-Dschasira-Journalisten Peter Greste, Mohammed Fahmy und Baher Mohamed (v.l.) vor Gericht. (Archivbild)

Drei Journalisten von Al-Dschasira International werden in Ägypten in einem international kritisierten Prozess zu sieben Jahren Haft verurteilt. Neun weitere Angeklagte werden in Abwesenheit zu zehn Jahren Haft verurteilt. Mehr...

Der ägyptische Satiriker Bassem Youssef gibt seine Sendung aus Angst um Leib und Leben auf.

Er fühle sich nicht mehr sicher, das Klima in Ägypten sei zu angespannt: Der Satiriker Bassem Youssef gibt seine Sendung "al-Bernameg" auf.  Mehr...

Abdel Fattah al-Sisi in Kairo.

Bei der Präsidentschaftswahl in Ägypten zeichnet sich ein haushoher Sieg für den ehemaligen Militärchef al-Sisi ab: Nach inoffiziellen Zwischenergebnissen stimmten 97 Prozent der Wähler für ihn. Mehr...

Soldaten und Polizisten vor einem Wahllokal in Kairo.

Wegen zu geringer Beteiligung soll die Präsidentschaftswahl in Ägypten nach Medienberichten um einen dritten Tag verlängert werden - auch wenn weiterhin kaum einer am Sieg des Ex-Armeechefs Al-Sisi zweifelt. Mehr...

Zwei ägyptische Polizisten am ersten Tag der Stimmabgabe vor einem Wahllokal.

Am zweiten Wahltag verlängern die Behörden in Ägypten die Abstimmungszeiten, auch wenn kaum einer am Sieg von Al-Sisi zweifelt. Skeptische Stimmen gibt es wenige, doch die Wahlbeteiligung ist nur mäßig.  Mehr...

Künftig ohne Uniform: Der ägyptische Verteidigungsminister Abdelfattah al-Sisi will Präsident werden.

In Ägypten haben die Präsidentschaftswahlen begonnen. Begleitet von strengen Sicherheitsvorkehrungen können die Ägypter wählen zwischen Abdel Fattah al-Sisi und dem Links-Politiker Hamdien Sabahi. Muslimbrüder rufen zum Boykott auf. Mehr...

Husni Mubarak nahm das Urteil äußerlich gelassen auf.

In der Causa Mubarak ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. Zwar ist der Ex-Präsident jetzt zu einer Haftstrafe verurteilt worden. Doch die Chancen, dass er in Freiheit sterben wird, stehen nicht schlecht. Einige Ägypter empört das. Doch große Proteste bleiben aus.  Mehr...

Ahmed Maher ist Gründer der Jugendbewegung 6. April und wurde im Dezember 2013 zu drei Jahren Gefängnis verurteilt.

Das Verbot der Jugendbewegung des „6. April“ bringt die Ägypter gegen ihre Regierung auf. Der „6. April“ spielte eine wichtige Rolle bei der Revolution von 2011. Mehr...

In Kairo sperren Militärs eine Straße, nachdem Anhänger der Muslimbrüder zu Protesten aufgerufen hatten.

In Ägypten sind 683 Mursi-Anhänger zum Tode verurteilt worden. Dies teilten die Anwälte am Montagmorgen mit. Angeklagt waren Teilnehmer der Demonstration vom 14. August 2013, bei der 700 Menschen getötet wurden. Mehr...

Koptische Christen besuchen am Osterwochenende einen Gottesdienst in Kairo.

Die Angst vor neuer Gewalt verdirbt vielen Christen in Ägypten die Freude auf das Osterfest. Schon Tage vor Ostern stehen vor vielen Kirchen vermummte Sicherheitskräfte in gepanzerten Fahrzeugen, Maschinenpistole im Anschlag. Mehr...

Protest für eine unzensierte Berichterstattung vor der ägyptischen Botschaft in Kathmandu.

Wie Journalisten in Ägypten behandelt werden, hängt davon ab, für wen sie arbeiten. Die angeklagten von Al-Dschasira wirken entspannt und bestreiten jeglichen Kontakt zu den Muslimbrüdern. Mehr...

Die Wut der ägyptischen Islamisten auf den Präsidentschaftskandidaten Abdel Fattah al-Sisi hat sich am Freitag erneut in Gewalt entladen.

Am ersten Freitag nach Bekanntgabe der Präsidentschaftskandidatur von Militärchef al-Sisi liefern sich ägyptische Islamisten und Polizei Straßenschlachten in mehreren Städten. Mindestens drei Menschen sterben - darunter eine Journalistin. Mehr...

Wird in den Straßen Kairos schon gefeiert: der künftige Präsident Abdel Fattah al-Sisi.

Mit den Todesurteilen setzen die ägyptischen Machthaber ein klares Signal: Sie sind entschlossen, den algerischen Weg zur „Befriedung“ durch gnadenlose Verfolgung der Islamisten zu gehen.  Mehr...

Künftig ohne Uniform: Der ägyptische Verteidigungsminister Abdelfattah al-Sisi will Präsident werden.

Nach langem Warten erklärt Abdelfattah al-Sisi seine Präsidentschaftskandidatur. Der bisherige Militärchef galt lange als Retter der Nation. Zuletzt schrumpfte die Beliebtheit von Al-Sisi aber deutlich. Mehr...

Al-Sisi gilt als hoher Favorit für die geplante Wahl.

Lange war spekuliert worden, nun ist es gewiss: Per Fernseh-Ansprache gibt der ägyptische Militärchef Abdel Fattah al-Sisi seine Kandidatur für die Präsidentschaftswahl bekannt. Unter seiner Führung war im Juli 2013 Präsident Mursi abgesetzt worden. Mehr...

Trauer nach dem Urteil von Minia.

Die Todesstrafe gegen 529 Muslimbrüder spaltet Ägypten: In den privaten und regierungstreuen Satellitenkanälen wird der Richter gefeiert, die Stimmen im staatlichen Fernsehen geben sich deutlich nachdenklicher.  Mehr...

Die verurteilten Mursi-Anhänger in Käfigen vor Gericht.

Ein Richter in Ägypten vergisst alle Grundsätze der Rechtsordnung und verurteilt 529 Angeklagte zu Tode. Dies erscheint unklug und darauf angelegt, weitere Gewalt zu provozieren. Tatsächlich entspringt das Urteil jedoch einer Logik, die in Ägypten derzeit weit verbreitet ist.  Mehr...

Angehörige der Verurteilten weinen vor dem Gerichtsgebäude in Minia.

Ein ägyptisches Gericht macht kurzen Prozess mit den Muslimbrüdern und schürt damit die Angst vor neuer Gewalt. Selbst Christen und Gegner der Muslimbrüder sehen in dem Urteil eine schwere Niederlage für die Rechtsstaatlichkeit und einen Neuanfang für das Land.  Mehr...

Bekamen Post vom Präsidenten: Die Eltern des angeklagten Journalisten Peter Greste.

Der Al-Dschasira-Prozess bringt die Regierung in Kairo zunehmend in Verlegenheit. Die Bilder der angeklagten Journalisten in Handschellen im Gerichtssaal gingen um die Welt.  Mehr...

Muslimbruder Safwat Hegazy in Kairo vor Gericht.

Das hat es in Ägypten noch nie gegeben: über 500 Todesurteile auf einen Streich. Die verurteilten Islamisten sollen am Tod eines hohen Polizeioffiziers schuld gewesen sein. Ob die Urteile aber in der Berufung Bestand haben, ist offen.  Mehr...

Amr Hamzawy.

Der liberale Politiker Amr Hamzawy über eine Präsidentschaftskandidatur des Armeechefs Abdelfattah al-Sisi in Ägypten. Mehr...

Al-Sisi auf einem T-Shirt, das auf dem Tahrir Platz verkauft wird.

Die ägyptische Regierung ist zurückgetreten und macht damit den Weg für eine Kandidatur des Verteidungsministers Al-Sisi zur Präsidentschaftswahl frei. Die Kritik an der Regierung wuchs schon lange.  Mehr...

Der zurückgetretene ägyptische Ministerpräsident al-Beblawi.

Die ägyptische Interimsregierung ist zurückgetreten. Eine Reihe von Streiks hatte in den letzten Wochen zahlreiche Behörden erfasst. Der Rücktritt der Regierung macht den Weg frei für eine Präsidentschaftskandidatur des Armeechefs Abdel Fattah al-Sissi. Mehr...

Der brennende Bus am Anschlagsort.

Eine Bombe explodiert in einem Bus mit Urlaubern. Der Anschlag auf dem Sinai ist ein schwerer Schlag für Ägyptens Tourismusbranche, die nach drei Jahren Demos und Unruhen ohnehin schon stark gelitten hat. Mehr...

Al-Sisi soll’s richten.

Verschwörungstheorien waren in Ägypten schon immer verbreitet, derzeit haben sie Konjunktur wie selten zuvor. Ein Großteil der Ägypter ist überzeugt, dass Europa, insbesondere Deutschland, mit der Muslimbruderschaft zusammenarbeitet. Mehr...

Spezial

Nach dem Aufstand der Jugend und dem Sturz von Mubarak keimte Hoffnung auf in Ägypten. Nun dominieren Kämpfe das Land - mit vielen Opfern. Das Spezial.


Ägypten
Zeitgeschichte

Wiedervereinigung, Mauerfall, Deutscher Herbst, 1968, der Frankfurter Auschwitzprozess und das Hitler-Attentat vom 20. Juli 1944.

Dossier

Der Wahlsieg des iranischen Präsidenten Rohani weckt Hoffnungen auf einen Kompromiss im Atomstreit. Versagt die Diplomatie, droht ein Krieg.

Spezial: Israel-Iran-Konflikt