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Ägypten - vergebene Chancen
Nach dem Aufstand der Jugend und dem Sturz von Mubarak keimte Hoffnung auf in Ägypten. Nun dominieren Kämpfe das Land - mit vielen Opfern.

04. September 2012

Flüchtlinge: Exodus aus Syrien dauert an

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Besorgt über die Lage in Syrien: Peter Maurer, Chef des Roten Kreuzes. Foto: dpa

Im August fliehen 100.000 Menschen aus Syrien - die höchste Flüchtlingszahl seit Beginn des Aufstands. Der Rote-Kreuz-Chef trifft sich im blutigsten Monat seit Beginn der Kämpfe mit Präsident Assad.

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Im August 2012 sind mehr Menschen aus Syrien geflohen als jemals zuvor seit Beginn des Syrien-Konflikts. 100.000 Menschen hätten das Land verlassen, erklärte das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) in Genf. Damit sei die Zahl der syrischen Flüchtlinge auf mehr als 234.000 gestiegen. Der Ansturm auf die Grenze zur Türkei ist so groß, dass das Nachbarland längst nicht mehr alle Flüchtlinge ins Land lässt.

Der August ist nicht nur der Monat, in dem die meisten Menschen aus ihrer Heimat geflohen sind. Auch war er der blutigste Monat seit Beginn des Aufstands gegen das Regime von Präsident Assad im März 2011.

Mehr als 5000 Menschen sind im August durch den bewaffneten Konflikt ums Leben gekommen - das sind mehr als dreimal so viele wie in früheren Monaten. Allein in der vergangenen Woche seien 1600 Menschen getötet worden, berichtet Unicef. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte in London gibt die Gesamtzahl der Toten im Syrien-Konflikt mit 23.000 bis 26.000 an.

Assad: Humanitäre Hilfe muss "parteilos" bleiben

Hilfsorganisationen wie das Rote Kreuz sind vor Ort, um die Menschen humanitär zu versorgen. Peter Maurer, der Chef des Roten Kreuzes, hat bei einem Treffen mit Präsident Assad die humanitäre Lage im Land angesprochen und die Einhaltung internationaler Standards gefordert. Assad sagte im syrischen Staatsfernsehen, er unterstütze die Arbeit des Roten Kreuzes in Syrien, solange sie "parteilos und unabhängig" bleibe.

Bei den Gesprächen mit syrischen Regierungsvertretern ging es auch um Wege zur Hilfe für die Zivilbevölkerung, die zwischen den Fronten des seit anderthalb Jahren andauernden blutigen Konflikts gefangen ist.

Das Rote Kreuz und die Schwesterorganisation Syrisch-arabischer Rote Halbmond versorgen nach eigenen Angaben seit Mitte Juli fast 180.000 Menschen mit Lebensmitteln. Seit Beginn des Syrien-Konflikts seien mehr als 800.000 Menschen mit Hilfsgütern beliefert worden. (fle/afp/dapd)

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