Die Türkei sperrt ihren Luftraum für syrische Passagiermaschinen. Der Luftraum sei am Samstag für zivile Flugzeuge gesperrt worden, nachdem dies bereits zuvor für Militärmaschinen entschieden worden sei, sagte der türkische Außenminister Ahmet Davutoglu. Am Vortag hatte die Führung in Damaskus ihrerseits türkischen Fluggesellschaften das Überfliegen des syrischen Luftraums verboten. Die Maßnahme sei „entsprechend des Prinzips der Gegenseitigkeit“, weil türkische Kampfflieger ein syrisches Passagierflugzeug auf dem Weg von Moskau nach Damaskus abfingen und zur Landung zwangen.
Die Türkei wirbt seit längerem für eine ausländische Intervention in dem Konflikt, insbesondere für die Errichtung einer Flugverbotszone in Syrien. Der türkische Ministerpräsident Tayyip Erdogan wirft dem UN-Sicherheitsrat Untätigkeit vor. Auf einer Konferenz am Samstag in Istanbul sagte der Regierungschef, in Syrien würden die Fehler wiederholt, die in den 90er Jahren bei dem Massaker von Srebrenica verübt wurden.
Es ist eine weitere Eskalation im syrisch-türkischen Konflikt; seit einigen Tagen liefern sich syrische und türkische Truppen immer wieder Scharmützel an der Grenze. Die Türkei wirft Syrien vor, die Grenzen nicht zu respektieren. (afp/dpa/rtr/jon)
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