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Ägypten - vergebene Chancen
Nach dem Aufstand der Jugend und dem Sturz von Mubarak keimte Hoffnung auf in Ägypten. Nun dominieren Kämpfe das Land - mit vielen Opfern.

23. September 2012

Nach Protesten: Libyen will "illegitime" Milizen verbieten

In Bengasi demonstrierten tausende Menschen gegen islamistische Milizen. Foto: dpa

Libysche Behörden kündigen die Auflösung aller Milizen und bewaffneten Gruppen im Land an, nachdem es zuvor zu Großdemonstrationen gegen Gewalt und islamistische Milizen gekommen ist.

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Die libyschen Behörden wollen alle Milizen und bewaffneten Gruppen in dem nordafrikanischen Land auflösen. Das kündigte der Präsident der Nationalversammlung, Mohammed al-Megrayef, am Samstagabend auf einer Pressekonferenz an. Betroffen seien alle Gruppierungen, die sich der staatlichen Kontrolle entziehen. „Wir verbieten außerdem den Einsatz von Gewalt und das Tragen von Waffen in der Öffentlichkeit. Auch die Errichtung von Kontrollpunkten ist illegal“, sagte Al-Megrayef in der vom Nachrichtensender Al-Dschasira übertragenen Erklärung. Die staatlichen Behörden seien aufgefordert worden, diese Anordnungen umzusetzen.

Die Erklärung folgte nur einen Tag nach einer Großdemo gegen Gewalt und islamistische Milizen in der ostlibyschen Stadt Bengasi. Im Anschluss an die Kundgebung mit rund 20 000 Teilnehmern hatten wütende Bürger das Hauptquartier der Miliz Ansar al-Scharia gestürmt. Der Miliz wird vorgeworfen, in den Angriff auf das US-Konsulat in Bengasi verwickelt zu sein, bei dem vor eineinhalb Wochen US-Botschafter Chris Stevens und drei weitere Amerikaner getötet wurden. Die Führung der Ansar al-Scharia bestreitet dies. (dpa)

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