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Nach Behördenangaben starben bei dem Anschlag mehr als 40 Menschen, mehr als 80 weitere wurden teils schwer verletzt. Der getötete sunnitische Geistliche Mohammad Said Al-Buti ist durch regelmäßig vom Staatsfernsehen übertragene Freitagsgebete in Syrien bekannt.
Laut Staatsfernsehen zündete der Attentäter seine Bombe in der Al-Iman-Moschee im nördlichen Stadtteil Masraa. In dem Bericht war von einem „terroristischen“ Anschlag die Rede; als „Terroristen“ bezeichnet die Führung in Damaskus für gewöhnlich die bewaffneten Aufständischen gegen die Regierung von Staatspräsident Baschar al-Assad.
#image2 Die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte erklärte, bei dem Selbstmordanschlag habe es dutzende Verletzte gegeben. Der staatliche Fernsehsender Al-Ichbarija zeigte Bilder aus dem Inneren der Moschee: Leichen lagen auf dem blutbefleckten Teppich, Körperteile waren über den Boden verstreut. Rettungskräfte kamen mit grauen Leichensäcken aus dem Gotteshaus.
Der bei dem Anschlag getötete Geistliche al-Buti wurde 1929 geboren. Er war Inhaber eines Doktortitels in Islamwissenschaften der renommierten Kairoer Al-Ashar-Universität. Den sunnitischen Regierungsgegnern war al-Buti verhasst, im Juli 2011 jagten sie ihn aus einer anderen Moschee in Damaskus. Sie kreideten ihm an, dass er in einer Predigt sagte, die meisten Menschen, die zum Freitagsgebet kämen und anschließend demonstrierten, wüßten nicht, was Beten heißt.
Die Menschen in Syrien, Ägypten und im Nahen Osten gehen auf die Straße. Ihr Protest zielt auf politische Veränderungen und gegen autoritäre Regime. Das Spezial.