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07. Januar 2016

Paris: Von "Charlie" bis Le Pen

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Ein Jahr danach: Der französische Präsident Hollande gedenkt der Anschläge in Paris am 7. Januar 2015.  Foto: dpa

147 Menschen verlieren 2015 in Frankreich ihr Leben. Junge Menschen sterben durch die Kugeln anderer junger Franzosen. Hollande gibt sich betont martialisch - und löst damit keine tieferen Probleme.

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2015 war für Frankreich ein schreckliches Jahr. 147 meist junge Menschen ließen ihr Leben, und zwar durch die Kugeln anderer junger Franzosen. Die schockierte Nation reagierte auf die Januar-Attentate mit dem Solidaritätsslogan „Je suis Charlie“, auf die November-Anschläge aber mit dem Wahlerfolg für den fremdenfeindlichen Front National. Präsident François Hollande gibt sich betont martialisch – von Syrien über den westafrikanischen Sahel bis nach Frankreich selbst, wo weiterhin Ausnahmerecht gilt und Polizisten Wohnungen durchsuchen können, ohne die Ermächtigung eines Richters einzuholen.
Das Problem ist, dass die tieferen Gründe, die Frankreich dermaßen ins Visier des Terrors gerückt haben, dadurch keineswegs beseitigt werden. Man spürt derzeit vonseiten der Regierung wie der politischen Opposition keinerlei Willen, sich wirklich jener Banlieue-Ghettos anzunehmen, die bereits mehr als Tausend Syrienkämpfer und Dutzende von Terroristen generiert haben. Doch wo die Jugendarbeitslosigkeit 40 Prozent beträgt, haben Salafisten leichte Ernte.

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