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06. April 2015

Tröglitz: Die CDU muss Grenzen am rechten Rand ziehen

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Einsatzkräfte von Feuerwehr und Polizei stehen vor der zukünftigen Unterkunft für Asylbewerber in Tröglitz (Sachsen-Anhalt).  Foto: dpa

Die Brandstifter von Tröglitz bekommen Beistand von geistigen Zündlern. Da hilft nur klare Abgrenzung. Es ist nicht zu tolerieren, wenn demokratische Parteien wie die CDU nicht dafür sorgen, an ihrem rechten Rand eine klare, unmissverständliche Grenze zu ziehen. Ein Kommentar.

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Der Anstand der vielen gegen den Hass der wenigen. Das ist das einzige Rezept, das gegen die Hetze und die Gewalt der Fremdenfeinde wirkt. Oder? Wenn es nur so einfach wäre. Wir können uns zwar immer noch sicher sein, dass die Anständigen in diesem Land die große, große Mehrheit ausmachen. Aber wie wenig die anderen wirklich sind, das ist eine offene Frage.

Wenn man liest, wie dreist und wie offen die geistigen Brandstifter im Netz den mutmaßlich ausländerfeindlichen wirklichen Zündlern von Tröglitz den Rücken stärken, kann einem Angst und Bange werden. Und wie fließend inzwischen die Grenzen zwischen NPD-Aktivisten, Pegida-Mitläufern und CDU-Anhängern vor allem in Sachsen sind, lässt sich dort auch nachverfolgen.

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Wahrscheinlich muss eine offene Gesellschaft wie die deutsche mit einem gewissen Bodensatz an dumpfem Extremismus leben. Das ist in anderen europäischen Länden nicht anders, mancherorts auch schlimmer. Es ist aber nicht zu tolerieren, wenn demokratische Parteien wie die CDU nicht dafür sorgen, an ihrem rechten Rand eine klare, unmissverständliche Grenze zu ziehen. Wer Pegida-Leute in den Bundestag einlädt, wie es sächsische Politiker getan haben, missachtet diese Grenze und macht Kräfte gesellschaftsfähig, die es nicht sein dürfen. Wie wäre es, wenn der Bundesinnenminister den Parteifreunden in seinem CDU-Landesverband diese Zusammenhänge einmal klar machen würde? Es würde den Anständigen helfen.

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