Altenhilfe

16. Juli 2012

Altenhilfe: Helfen, weil es nötig ist

 Von Timur Tinç
Gina Lülves von der FR-Altenhilfe im Gespraech mit Hilde Ries und Malou Elter (von re.).  Foto: Renate Hoyer

Die Unterstützer der FR-Altenhilfe sprechen über ihre Motive, anderen unter die Arme zu greifen.

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Gina Lülves konnte am Freitagabend viele Menschen umarmen, die ihr über Jahre ans Herz gewachsen sind. Die Geschäftsführerin der FR-Altenhilfe hatte 40 fleißige Helfer und Helferinnen in das Apfelweinlokal „Zur schönen Müllerin“ eingeladen, um so ihrer Dankbarkeit für das Geleistete im vergangenen Jahr, Ausdruck zu verleihen. „Wir haben eine gestandene traditionelle Leserschaft, die uns unterstützt“, sagte Lülves. 980000 Euro an Spendengeldern sind von 7500 Einzelpersonen, Firmen, Vereinen und Institutionen zur Unterstützung von älteren Menschen gesammelt worden.

Seit zehn Jahren helfen Ernst und Marion Kuhnimhof mit. Das Ehepaar organisiert gemeinsam mit Frankfurts bekanntestem Karnevalisten Karl Oertl den Ablauf der Weihnachtsfeier im Nordwestzentrum. „Außerdem haben wir im letzten Jahr rund 350 Tüten mit Lebensmitteln gefüllt“, erzählt der 71-Jährige. „Wir helfen einfach gerne.“

Das Engagement von Harald Schick ist „noch relativ jung.“ „Am Erfolg sieht man aber, dass es notwendig ist“, sagt der Vorsitzende des Eckenheimer Karnevalsvereins „Die Krätscher“. „Die Menschen können bei der Altenhilfe darauf bauen, dass man ihnen so unbürokratisch helfen kann.“ Zukünftig will er sich mit seinem Verein noch stärker an der Weihnachtsfeier engagieren. Für die FR-Altenhilfe hat ihn Karl Oertl gewonnen. „Das habe ich geschickt gemacht“, sagt der Karnevalist schmunzelnd.

Gerd Ehrlicher vom Bürgerinstitut Oberlindau ist ebenfalls seit Jahren dabei. Der 72-Jährige hilft Rollstuhlfahrern, beim alljährlichen Schiffsausflug an Bord zu kommen, und spricht dort Grußworte. „Bei der Weihnachtsfeier stehen wir am Einlass des Bürgerhauses“, erklärt Ehrlicher.

Marianne Hert und Renate Priebe verkaufen zur Weihnachtszeit Plätzchen und andere Leckereien und sammeln Spenden ein. „Es macht Freude, wenn man Leuten helfen kann, denen es nicht so gut geht wie unsereinem“, sagt Hert. Diese Dankbarkeit sei zu spüren, berichtet Priebe. „Bei der FR weiß man, dass das zu den Menschen gelangt, die es wirklich nötig haben.“

Seit Jahrzehnten sammelt Hilde Ries Geld für die FR-Altenhilfe. Zwischen 1992 und dem Jahr 2000 waren es rund 200000 Mark. Von den Einnahmen ihrer Süßwarenstände spendet sie immer einen Teil zugunsten der Altenhilfe. Direkt daneben bietet Malou Elter ihren berühmten Elsässer Flammkuchen an. „Es kommen viele alte Frankfurter vorbei, denen es schlecht geht“, sagt Elter. Viele könnten sich nicht einmal einen Flammkuchen und einen Glühwein leisten. „Die trauen sich das aber nicht zuzugeben“, erzählt die Elsässerin.

Auf sie und die anderen Helfer kann Gina Lülves auch in diesem Jahr wieder bauen.

Das Benefizkonzert der Red Hot Hottentotts zugunsten der FR-Altenhilfe ist in diesem Jahr am 7. Dezember von 19 bis 22 Uhr in der Katharinenkirche.

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Wie und wo die Aktion "Not gemeinsam lindern" Hilfe im vergangenen Jahr leisten konnte, erfahren Sie hier.

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