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Altenhilfe

11. August 2012

FR-Altenhilfe: Auf dem Main zur Festung

 Von Amelie Buskotte
Glück gehabt: Der alte Herr hat ein Ticket gewonnen und geht an Bord.  Foto: Chris Hartung

Die Rundschau-Altenhilfe lädt Rentner zu einer Schifffahrt nach Rüsselsheim ein - und die Senioren kommen aus dem Schwärmen gar nicht mehr heraus.

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Die letzten Wolken haben sich verzogen an diesem Freitagmorgen und die Sonne scheint. An Bord der Primuslinie „Maria Sibylla Merian“, die noch ruhig am Anlegeplatz Eiserner Steg im Main liegt, sind Grüppchen von Rentnern eingetroffen. Sie suchen sich einen Platz auf dem hellen, modernen Flaggschiff oder trinken bereits den ersten Kaffee.

Zu einer Tagesfahrt nach Rüsselsheim hat die Alten- und Weihnachtshilfe der Frankfurter Rundschau eingeladen. Seit über 30 Jahren veranstaltet sie, neben Weihnachtsfeier und Zuwendungen an Ostern und Weihnachten, Tagesausflüge für Rentner.

Ida Buttermann kommt aus dem Schwärmen gar nicht mehr heraus. „Das ist sehr, sehr schön hier“, sagt die alte Dame, „und das Essen ist so gut.“ Sie ist schon häufiger mit der Altenhilfe unterwegs gewesen; es sei immer wieder ein Erlebnis.

250 Menschen finden an Bord des Schiffes Platz. Bei aktuell 1500 hilfsbedürftigen Menschen ab 65 Jahren, die in der Altenhilfe registriert sind, müssen die Plätze für die Fahrt verlost werden. „Diese Touren sind heiß begehrt“, sagt Gina Lülves, Geschäftsführerin der Altenhilfe.

Nach einer zweieinhalbstündigen Fahrt erwartet die Rentner ein Ausflug in das Industriemuseum Rüsselsheim oder ein Besuch der mittelalterlichen Festung. Wer nicht mehr gut zu Fuß ist oder lieber die Sonne genießen möchte, kann an Bord bleiben oder ein paar Schritte am Mainufer entlang gehen. „Ich werde die Sonne an Deck genießen“, sagt Gerd Haupt und guckt erwartungsvoll aus dem Fenster des Schiffes.

Vor der Fahrt war Gudrun Baumgärtner noch etwas flau im Magen. „Normalerweise mag ich keine Schifffahrten“, erzählt sie. Aber die paar Stunden nach Rüsselsheim seien kein Problem und Familie und Freunde hätten ihr gut zugesprochen, mitzufahren. Ältere Menschen, die von der Grundsicherung leben, hätten kaum eine Möglichkeit am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen, sagt Lülves. Deshalb werden die Tagesfahrten komplett von der Altenhilfe finanziert.

An Bord werden die Rentner, die fast alle alleinstehend sind, mit Essen und Getränken verköstigt. Die ganze Fahrt über sorgt „Mani“ am Keyboard mit seiner Musik für Unterhaltung.

Die Alten- und Weihnachtshilfe der Frankfurter Rundschau wurde 1949 von Karl Gerold, damals Chefredakteur und Herausgeber der Zeitung, ins Leben gerufen. 1978 wurde der Verein „Not gemeinsam lindern“ gegründet. Seit 1992 werden jährlich fast eine Million Euro von Lesern der FR für die Altenhilfe gespendet.

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Wie und wo die Aktion "Not gemeinsam lindern" Hilfe im vergangenen Jahr leisten konnte, erfahren Sie hier.

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Sieben Personen – vier Teller, Lumpen als Bettwäsche: Auch das war Weihnachten 1949. Der Original-Spendenaufruf des FR-Mitherausgebers und späteren Chefredakteurs Karl Gerold.

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