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Altenhilfe

11. Dezember 2012

FR-Altenhilfe: Begeisterung über die Jazz-Klassiker

 Von Claus-Jürgen Göpfert
Einmarsch der Hottentots, mit viel Applaus.  Foto: Michael Schick

500 Zuhörer drängen sich in der ausverkauften Katharinenkirche beim Benefiz-Konzert der FR-Altenhilfe.

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Aus dem Schneetreiben draußen ziehen sie ein in das warme Halbdunkel der Katharinenkirche. Und die Menschen dort hält es nicht mehr auf ihren hölzernen Bänken, sie springen auf und klatschen zur „Bourbon Street Parade“, mit der die „Red Hot Hottentots“ als Marching Band das große Benefizkonzert zugunsten der Altenhilfe der Frankfurter Rundschau eröffnen.

Die dichtgedrängt sitzenden Zuschauer lassen schon vermuten, was Gina Lülves, die Geschäftsführerin der Altenhilfe, dann stolz am Mikrofon bestätigt: Ausverkauft! 500 Fans sind in die Kirche gekommen, um die Altmeister des traditionellen Jazz zu hören. Um die Altenhilfe zu unterstützen, gewiss. Aber auch, um etwas über die Zukunft der Zeitung zu erfahren. Und Arnd Festerling, der FR-Chefredakteur, geht denn auch auf die an diesem Abend meistdiskutierte Frage ein. „Wir sind zuversichtlich, dass es weitergeht“, sagt er. Und doch ist es ihm „ein bisschen unangenehm“, die Lage der FR zu vergleichen mit den Problemen der Menschen, die von der Altenhilfe versorgt werden und bei denen „wirklich Not“ herrsche.

Lothar Vetter, der frühere FR-Lokalchef, den Lülves zu Recht als „die Ur-Seele der Altenhilfe“ vorstellt, blendet in seiner Rede zurück. In das Jahr 1976, als die „Red Hot Hottentots“ zum ersten mal für die Altenhilfe aufspielten, im Winter bei beißender Kälte auf der Hauptwache. Mindestens 100.000 Euro hätten sie durch ihre Konzerte schon für die Altenhilfe eingenommen, rechnet der 82-jährige Vetter vor. Großer Beifall.

Bei Ebbelwei und Schmalzbroten präsentiert die Band Klassiker des traditionellen Jazz, einen sehr stimmungsvollen und wehmütigen „Westend Blues“ zum Beispiel. Oder eine schmissige Kombination von „Honey Suckle Rose“ und „Scrapple from the apple“. Am Piano als Gast Thilo Wagner. Immer wieder Applaus für die Soli. In der Pause kann die Altenhilfe dann eine besonders treue Spenderin begrüßen: Ursula Carls übergibt als Vertreterin der gleichnamigen Stiftung einen Scheck über 10.000 Euro.
Auch das ist schon eine Tradition: Mehr als 100.000 Euro mobilisierte die Familie in den zurückliegenden Jahren bereits für den guten Zweck. Derweil bereiten sich die musikalischen Gäste der „Hottentots“ auf ihren Auftritt nach der Pause vor: Von Boogie Woogie-Pianist Christoph Oeser bis Saxofonist Tony Lakatos.

Das Konzert dauert bei Redaktionsschluss noch an.

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