kalaydo.de Anzeigen

Magdalena P.: Eine Reise nach Weimar und eine Waschmaschine

Das St. Katharinen- und Weißfrauenstift spendiert Magdalene P. eine Fahrt nach Weimar. Über die Reise freut sich die 72-Jährigen sehr, denn Urlaub kann sie sich von ihrer Rente nicht leisten.

Es gibt auch schöne Nachrichten die Magdalena P. bekommt - wie etwa die, die das St. Katharinen- und Weißfrauenstift der 72-Jährigen Anfang dieser Woche schickte. Sie könne an der Fahrt nach Weimar teilnehmen, hieß es in dem Brief. Über die Reise freut sich Magdalena P. sehr. Denn Urlaube könne sie sich von ihrer Rente nicht leisten. Und dass die Fahrt über die Feiertage stattfindet, das kommt der Seniorin aus Nied auch sehr gelegen; sonst hätte sie nämlich zu ihrem Sohn nach Büdingen fahren müssen. Weihnachten hätte sie dort nur ungern verbracht. Weil auch die Eltern der Schwiegertochter eingeladen sind. "Mit denen komme ich nicht gut aus", sagt die Rentnerin.

Das wiederum gehört zu den eher kleineren Sorgen, von denen Magdalena P. zu erzählen hat. Am meisten bekümmert sie ihre finanzielle Situation, die wenig Spielraum lässt. Sie hatte zunächst "Friseuse gelernt", aber den Beruf nicht lange ausgeübt, aus gesundheitlichen Gründen. Sie machte dann eine Ausbildung zur Buchbinderin, arbeitete 20 Jahre in diesem Beruf und verdiente die letzten Jahre vor der Pensionierung ihr Geld mit Hilfarbeiten. Etwa 800 Euro gehen mit Rente und Grundsicherung im Monat auf ihrem Konto ein; wenn sie die festen Kosten abziehe - allein 420 Euro für Miete - bleibe nicht viel übrig, sagt die 72-Jährige. Dass sie von der Altenhilfe der Frankfurter Rundschau finanzielle Unterstützung bekommt, freut sie umso mehr und kommt ihr gerade jetzt sehr gelegen. "Meine Waschmaschine ist vor kurzem kaputt gegangen, ich hätte mir keine neue kaufen können", sagt Magdalena P. Zwar ist die Rentnerin verheiratet, doch sie lebt allein, hat sich vor sieben Jahren von ihrem Ehemann getrennt. "Der ist ein Trinker, ich habe es mit ihm nicht mehr ausgehalten", erklärt sie. Es ist die zweite Ehe, die in die Brüche ging, wie aus ihren Erzählungen entnommen werden kann. Scheiden lassen will sie sich aber nicht, "weil das nur Geld kostet und mir nichts bringt", meint Magdalena P. Denn auch ihr Ehemann sei mittellos und lebe bei seiner Schwester in Norddeutschland. (top)

Datum:  17 | 12 | 2009
Kommentare:  Kommentieren
Empfehlen:  E-Mail
Leserbrief:  Leserbrief
Artikel:  Drucken
Altenhilfe

Wie und wo die Aktion "Not gemeinsam lindern" Hilfe im vergangenen Jahr leisten konnte, erfahren Sie hier.

Altenhilfe

Wenn Sie den Verein „Not gemeinsam lindern“, Alten- und Weihnachtshilfe der Frankfurter Rundschau e.V. mit bis zu 200 Euro im Jahr unterstützt haben, benötigen Sie keine gesonderte Zuwendungsbestätigung von uns. Bitte laden Sie sich das Dokument herunter und drucken es sich aus. Dieses kann der Steuererklärung beigelegt werden.

Altenhilfe

Die FR-Altenhilfe und die Entwicklung der jungen Bundesrepublik.

Altenhilfe
Karl Gerold

Sieben Personen – vier Teller, Lumpen als Bettwäsche: Auch das war Weihnachten 1949. Der Original-Spendenaufruf des FR-Mitherausgebers und späteren Chefredakteurs Karl Gerold.

FR @ Social Media

 

Wir informieren Sie auch in den Sozialen Netzwerken - in Facebook, Twitter und Google+. Schauen Sie, was Ihre Facebook-Freunde auf FR-Online empfehlen - und verfolgen Sie unseren Twitter-Ticker:
Für Sportler in Not

Die Weihnachtssammlung der FR-Sportredaktion hilft armen, kranken und behinderten Sportlern, die unverschuldet in Not geraten sind.

Twitter
 
Hessen

Protokolle einer aufregenden Nacht: Szenen aus dem Frankfurter Römer. Wahlticker aus der Region. Und viel mehr: das Spezial.