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Protagonist der FR-Altenhilfe: Karl Oertl - alter Hase in Sachen Weihnachtsmann

Karl Oertl gestaltet das Programm der Weihnachtsfeier der FR-Altenhilfe im Titus-Forum in die Nordweststadt - und 450 Senioren sind begeistert. Von Brendan Berk

So gut besucht war die Weihnachtsfeier der FR-Altenhilfe lange nicht mehr. Rund 450 Senioren waren am Freitag ins Titus-Forum in die Nordweststadt gekommen, um bei Kaffee und Streuselkuchen bunte Geschenkpäckchen auszupacken und unter einem dreieinhalb Meter hohen Weihnachtsbaum ein festliches Unterhaltungsprogramm zu genießen. Karl Oertl ist dabei, wie man so sagt, ein alter Hase. Seit 30 Jahren engagiert er sich ehrenamtlich in der Seniorenarbeit.

Für den langjährigen Fernsehmoderator ist es die sechste Weihnachtsfeier der FR-Altenhilfe. Der 70-Jährige führt nicht nur durchs Programm, er hat es mit alten Weggefährten aus dem Showbusiness selbst zusammengestellt. "Das habe ich schon 1000 Mal gemacht", sagt Oertl lässig, ehe er die von Ernst Kuhnimdorf geschmückte Bühne betritt. Viele der Gäste hatten es sich schon Stunden vor Beginn der Feier im Saal gemütlich gemacht. Jetzt empfängt das Publikum Oertl mit warmem Applaus.

Mütze, Schal und Flachmann braucht er trotzdem, denn die gehören zu seinem Kostüm. Oertl spielt einem trinkfreudigen Familienvater, der am Weihnachtsabend noch schnell einen Tannenbaum besorgen muss. Das Unterfangen ist natürlich zum Scheitern verurteilt. "Je mehr ich von dem Glühwein trinke, so mehr wird auch der Baumpreis sinke", reimt Oertl am Ende seines "neuzeitlichen Weihnachtsgedichts".

Auch das weitere Festprogramm kommt gut an. Der magische Entertainer Benny Maro zaubert mit "chinesischen Ringen" oder lässt seine Hände brennen. Die Sänger Georg Fichtner und Karl Heinz Ohnhaus zeigen, dass sich Klassik, Wein- und Weihnachtslieder gut vertragen. Musiker Michael Kunz lässt dazu seine Orgel mächtig brausen. Eine Musikstudentin aus Kassel wiederum erhält für ihr "Ave Maria" vom Publikum stehende Ovationen. "Das war für mich Weihnachten", bedankt sich eine Dame mit russischem Akzent. Bei dem Lob muss sogar Oertl schlucken. "So was geht schon ein bisschen tiefer."

Autor:  Brendan Berk
Datum:  21 | 12 | 2009
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