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Altenhilfe

02. Dezember 2010

Regina T.: Sorge um drei Generationen

Eine Familie "einfacher Arbeiter". Regina T. braucht nicht viel, aber sie hat viel zu tun. Ihr Mann ist an Demenz erkrankt, eine Tochter ist im Krankenhaus, da wollen auch die Enkel betreut sein.

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Endlich eine neue Matratze kaufen, und einen Springrahmen für ihr Bett. Das Bett selbst braucht nicht erneuert werden, sagt Regina T., obwohl es bestimmt schon 35 Jahre alt ist. Die Rentnerin würde sich von dem Geld der FR- Altenhilfe auch gerne ein paar Winterschuhe kaufen, und für ihren Mann ebenfalls. „Für solche Anschaffungen gibt es beim Sozialamt ja keine Unterstützung mehr“, sagt die 71-Jährige. Ihr Mann Franz und sie erhalten zwar Rente, aber die ist so klein, dass sie noch zusätzlich Grundsicherung bekommen.

„Da kommen halt einfache Sachen wie Linsensuppe oder Kartoffeln mit Quark auf den Tisch.“ Sechs Kinder hat Regina T. großgezogen; fünf aus der ersten Ehe, eines aus der Ehe mit Franz . Da blieb keine Zeit für eine feste Arbeit. Früher hat sie nebenher noch Schulen geputzt. Ihr Mann war Bau-Ingenieur, ist mit der Firma aber vor vielen Jahren in den Bankrott gerutscht. Ihr Mann war später bei der Stadt angestellt, ist aber wirtschaftlich nie wieder auf einen grünen Zweig gekommen.

Jetzt hat der 78-Jährige eine beginnende Demenz. Er vergisst, was seine Frau erzählt. Pflegestufe Eins wurde ihm bescheinigt. Regina T. betreut ihren Mann. „Noch bin ich gesund genug“, sagt sie. Auch ein zweijähriges Enkelkind gehört oft zu ihrem Haushalt. Da eine ihrer Töchter im Krankenhaus ist, passt die Oma auf das Kleinkind auf. Dass das Kind in eine Pflegefamilie gehe, komme gar nicht in Frage, versichert Regina T. Ihre Kinder haben alle im Rhein-Main-Gebiet Arbeit. „Ich habe gute Kinder“, sagt sie stolz. Ihre Kinder um Geld bitten, möchte sie aber nicht. „Die haben selbst nicht viel, wir sind alle nur einfache Arbeiter.“ (mre)

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