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12. Dezember 2012

Anzeige: Wer haftet für welche Winterschäden?

Mit dem winterlichen Schnee wehen auch winterliche Sorgen ins Haus: Denn das kalte Wetter birgt ein weit höheres Unfallrisiko. Damit die Sorgen die Tage nicht zusätzlich verdunkeln, sollten die Bürger Bescheid wissen, wer im Schadensfall haftbar zu machen ist.

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Den größten Risikofaktor im Winter birgt der Verkehr. Denn eisglatte Straßen und Gehwege provozieren Unfälle, durch welche Kosten entstehen, die beglichen werden müssen. Aber Versicherungen zittern auch vor der weihnachtlichen Nachlässigkeit der Deutschen. Denn Brände sind um Weihnachten herum eine häufige Unfallursache.

Haftpflicht auf Straßen und Gehwegen

Glatte Gehwege sind ein beliebter Streitfall der Behörden und Versicherungen. Denn hier ist die Sachlage nicht immer eindeutig: So ist gesetzmäßig geregelt, dass grundsätzlich die Städte und Kommunen für die Räumung und Streuung der Gehwege verantwortlich sind. Wenn der Gehweg jedoch unmittelbar an ein Haus oder Privatgrundstück grenzt, muss der Besitzer die Streuung und Räumung übernehmen.

Hausbesitzer können dabei ihre Mieter in die Verantwortung ziehen, müssen dies aber im Mietvertrag festschreiben. Sollte der Hausbesitzer verantwortlich sein und seiner Pflicht nicht nachkommen, steht er selbst bei einem Unfall auf dem Gehweg in der Verantwortung. Normalerweise greift die private Haftpflichtversicherung in diesem Fall; bei Mietern, die in der Verantwortung standen, wird der Schaden auf deren Versicherung umverteilt.

Ein anderer Risikofaktor im Straßenverkehr ist der Hund. Spendet er dem Besitzer im Winter auch viel Wärme, stellt er für andere Verkehrsteilnehmer ein erhöhtes Risiko dar, weil diese auf glatten Straßen weniger flexibel ausweichen können. Wenn der eigene Hund im Straßenverkehr Schaden verursacht, muss die Hunde-Haftpflicht für diesen aufkommen. Sollten sich der Hundebesitzer selbst oder sein Tiersitter allerdings im Schnee verirren, kommt die Haftpflicht nicht auf, sondern nur beim Schaden fremder Personen oder Sachen.

Auch wer bei Minustemperaturen mit Sommerreifen fährt, geht ein hohes Risiko ein. Bei einem Unfall kann die Kaskoversicherung sich nämlich wegen der falschen Bereifung weigern, den Schaden zu erstatten. Zwar muss der Schaden des Unfallopfers von der eigenen Versicherung übernommen werden, der eigene jedoch nicht. Anders sieht es aus, wenn das Unfallopfer selbst die Sommerreifen nicht rechtzeitig gegen Winterreifen eingetauscht hat: Dann trägt es nämlich Mitschuld und kann für den Schaden des Unfalls selbst dann haftbar gemacht werden, wenn er objektiv nicht für diesen verantwortlich war.

Sonder-Risiken: Der Weihnachtsbaum und der betrunkene Skifahrer

Tatsächlich entsteht ein Großteil der Brände in Deutschland um die Weihnachtszeit. Die Online-Zeitung spricht von 12.000 Bränden im Dezember, viele davon verursacht durch die allseits beliebten Kerzen am Weihnachtsbaum und auf dem Adventskranz. Wer Opfer eines brennenden Weihnachtsbaumes geworden ist, kann mit dem Schaden zu seiner Hausrat- und Gebäudeversicherung gehen. Allerdings zahlt diese nur, wenn der Baumbesitzer nicht fahrlässig gehandelt hat, und dieser Begriff ist dehnbar. Folglich sollten die Sicherheitsrichtlinien bei Kerzen in der Wohnung auf jeden Fall eingehalten werden.

Ein anderes Risiko besteht im Wintersport. Denn hier sind Unfälle vorprogrammiert und treffen oft in eine Grauzone, in der die normalen Versicherungen nicht greifen. So sollte für das Ski- oder Snowboardfahren auf jeden Fall eine Unfallversicherung abgeschlossen werden, im Ausland auch eine Auslandskrankenversicherung. Die normale Haftpflicht greift zwar beim Schaden anderer Personen, aber auch hier wieder nur, wenn der Schadensverursacher nicht fahrlässig gehandelt hat. Unfälle unter Alkoholeinfluss oder abseits der Piste muss der Sportler aus seiner eigenen Tasche zahlen. Im Zweifelsfall sollte mit der eignen Versicherung abgeklärt werden, welchen Schaden sie abdeckt und welchen nicht. Oft klaffen Lücken in der Versicherung aufgrund von exklusiven Hobbys oder Tierhaltung. Hier hilft eine ausführliche Recherche dabei, die optimale Haftpflichtversicherung zu finden.

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