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Bewusst Ernährt: Heißes Lebenselixier
aus der Kanne

Schwarzer und grüner Tee sind kleine Wunder für die
Gesundheit – und eine genussvolle Auszeit für die Seele.

Weltmeister im Teetrinken sind die Ostfriesen: 290 Liter pro Kopf im Jahr. Sie lassen schwarzen Tee über Kandis-Kluntjes in die Tasse fließen. Mit geheimnisvollem Knistern bekommt das goldbraune Anregergetränk die feine Süße. Die Krone ist das Wulkje, ein auf den Tee gelegtes Sahne-Wölkchen. Wer umrührt, verliert – mit einem Augenzwinkern – die Achtung des Ostfriesen.

Rühren oder nicht

Grüner Tee  


Beim Grüntee wird auf die Fermentierung verzichtet. Dieses spezielle Verfahren verleiht dem Schwarztee seine dunkle Farbe. Auch grüner Tee enthält Koffein, ist allerdings milder als der schwarze. Bei der Zubereitung ist es wichtig, die Teeblätter nicht mit kochendem, sondern mit 60 bis 80 Grad heißem Wasser zuzubereiten. Außerdem darf er nur wenige Minuten ziehen, damit nicht zu viele Gerbstoffe aus den Blättern gelöst werden. Auch Grüntee hat einen hohen gesundheitlichen Nutzen. Wissenschaftlichen Studien zufolge sollen drei Tassen täglich das Schlaganfallrisiko senken.

Kräutertees
Aufgussgetränke aus Kräutern und Pflanzenteilen, wie etwa Pfefferminze, Kamille, Brennessel oder Salbei, werden allgemein Kräutertees genannt. Die Naturheilkunde setzt auf ihre Wirkung. So soll Kamille entzündungshemmend wirken. Brennessel fördert die Verdauung, Malve lindert Heiserkeit und Salbei in Kombination mit Honig lindert Hustenreiz.

Rooibos-Tee
Aus Südafrika stammt der koffeinfreie Rooibos-Tee. Er hat ein fruchtiges, süßliches Aroma, das kräftiger wird, je länger er zieht. Frisch aufgebrüht, enthält der Tee eine große Menge des Pflanzenstoffs "Flavonoid". Dieser kann die sogenannten "freien" Radikale, die etwa das Altern beschleunigen, im Körper binden und dadurch auch vor Krankheiten schützen.

Weißer Tee
Der Porsche unter den Teesorten verdankt seinen Namen dem silbrigen Flaum, der die Knospen der Teepflanze umgibt. Nur die ungeöffneten Knospen des Strauchs eigenen sich zur Herstellung von weißem Tee. Auch ihm werden gesundheitsfördernde Eigenschaften nachgesagt. Zudem verfügt er über ein mildes Aroma und wird bei längerem Ziehen nicht bitter.

Schwarzer Tee
Erst seit rund 200 Jahren ist der schwarze Tee in Europa bekannt. Durch seinen Koffein-Gehalt kann er das Nervensystem und und die Konzentrationsfähigkeit stimulieren. Seine Wirkung hängt maßgeblich von seiner Brühzeit ab: Bis knapp drei Minuten gilt er als anregend, zieht er länger, wirkt er eher beruhigend. Länger als fünf Minuten sollte schwarzer Tee aber nicht ziehen.

Dagegen ist in der alten japanischen Teezeremonie das Umrühren von grünem Teepulver angesagt. Zum pfleglichen Umgang mit Gastlichkeit und Zelebrieren des köstlichen Getränks gehört in Asien ein tiefes Bewusstsein von vielen gesundheitlichen Vorteilen des grünen Tees. Dem seit 5000 Jahren in China bekannten Getränk wird sogar eine hemmende Wirkung gegen bestimmte Krebsarten nachgesagt. Zähne macht der grüne Tee wegen der hohen Fluorid-Anteile hart und widerstandsfähig. Antioxidantien wirken entzündungshemmend auf Brustdrüse, Lunge, Haut, Darm und Prostata. Wegen des positiven Einflusses auf das Blutkreislaufsystem wirkt grüner Tee lebensverlängernd.

Belebend und Konzentrationsfördernd

Durch Studien ist belegt, dass er das Immunsystem stärkt und freie Radikale abfängt. Ganz offensichtlich wird auch Plaque-Bildung verzögert, so dass Experten von einer präventiven Wirkung gegen neurogenerative Erkrankungen ausgehen. Als weitere wohltuende „Nebenwirkung“ befreit er von Müdigkeit und belebt sanft, unterstützt klares Denken, entspannt, begünstigt die Sauerstoffaufnahme, beschleunigt den Stoffwechsel, fördert die Entgiftung der Leber und des Organismus und beugt Nierensteinen vor. Und jung hält er auch noch. Prof. Takuo Okada von der Universität Okayama hat festgestellt, dass grüner Tee 20-mal wirksamer bei der Minderung des Alterungsprozesses ist als das dafür bekannte Vitamin E.

Ohne Milch

Der Bruder des gerbstoffhaltigen grünen Tees ist der fermentierte schwarze Tee. Ihm schreiben Experten eine besonders beruhigende Wirkung auf den Magen-Darm-Trakt zu. Wenn er bei leichten Duchfallerkrankungen stopfend wirkend soll, muss der Teeansatz zehn Minuten ziehen, und es sollten über den Tag verteilt bis zu fünf Tassen getrunken werden. Stresskiller kann dieser Tee auch sein – er senkt den Blutdruck und das Stresshormon Cortisol. Insgesamt ähneln die positiven Wirkungen denen des grünen Tees. Wobei Fachleute sogar davon ausgehen, dass der schwarze Tee noch stärker das Zellwachstum in Tumoren hemmt. Auf die Zugabe von Milch sollte verzichten, so Tee-Experten, wer den gesundheitsfördernden Aspekt nutzen will. Und der ist erheblich. Eine niederländische Langzeit-Studie belegt, dass regelmäßiger Genuss von schwarzem Tee Herz- und Schlaganfälle reduziert. Eine saudi-arabische Studie stellt eine Verringerung um bis zu 50 Prozent fest. Auf keinen Fall aber dürfen die wohltuenden oder gesundheitsfördernden Wirkungen des Tees davon abhalten, bei Erkrankungen einen Arzt zu konsultieren.


Kleine Rituale

Insbesondere der grüne Tee ist offensichtlich auf dem Marsch zum Wellness- bzw. Lifestyle-Getränk. Teeläden mit Verkostung gab es immer schon. Ein bekanntes Unternehmen in Frankfurt pflegt die Tee-Tradition bereits seit 1823. Neu erscheint die offensichtlich zunehmende Bereitschaft vieler Menschen, das Teetrinken mit einem Plus an Zeit zu ritualisieren. Damit knüpft dieser Trend an die historischen Zeremonien an. Die Gelegenheit, an einem rituellen Teetrinken teilzunehmen, bietet sich etwa im Frankfurter Koreanischen Garten am 3. und 23. Juni sowie am 2. September 2012. 
) (069) 212-30 208 bzw. -34 037

Datum:  6 | 2 | 2012
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Am 30. Mai 2012 ist der Welt MS Tag 2012
Veranstaltungsbeginn: 18:00 Uhr
Reservierung erforderlich unter 069/ 2199 3411

Leser-Telefon-Aktion

MS - Experten antworten am 24. Mai von 18:00 - 19:30 Uhr am Leser-Telefon.

Prof. Erwin Stark 069/2199 27049
Dr. Bjorn Tackenberg 069/2199 27050
Doris Althofen 069/2199 27051
Barbara Pospiech 069/2199 27052

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