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Früh erkannt: Brennpunkt Haut

Immer mehr Menschen erkranken an Hautkrebs – auch weil die Risiken von
Sonnenbädern trotz eindringlicher Warnungen weiterhin unterschätzt werden.

Hautkrebs ist – anders als viele andere Tumorerkrankungen – kein Schicksal, sondern wird von vielen Menschen regelrecht provoziert, und das wider besseres Wissen. Die Risiken von Sonnenbädern und UV-Strahlen sind hinlänglich bekannt. Trotzdem erkranken jedes Jahr 195.000 Deutsche an Hautkrebs. Tendenz steigend, vermutlich als Folge ungebremsten Strebens mitteleuropäischer Bleichgesichter nach sonnenbrauner Haut. Tatsächlich ist eine übermäßige Sonnen- und UV-Bestrahlung der größte Risikofaktor für die Entstehung von Hautkrebs – ganz gleich, ob sie natürlich vom Himmel scheint oder aus der Leuchtröhren eines Solariums. Die UV-Strahlen können sowohl akute als auch chronische Schäden verursachen und das Erbgut in den Hautzellen schädigen. Ist der Körper bei der Reparatur der „Sonnenschäden“ nicht schnell genug, können die veränderten Zellen zu Krebszellen werden. Neben einem guten Sonnenschutz ist daher auch die Früherkennung wichtig, damit das zerstörerische Werk nicht weiter fortschreitet.

Im Gegensatz zu anderen Krebsarten ist Hautkrebs relativ leicht zu erkennen. Natürlich können veränderte Hautstellen auch an Orten liegen, die von dem Patienten selbst nicht so einfach untersucht werden können, und genau deshalb bezahlen die Krankenkassen seit 2008 jedem Versicherten über 35 Jahre alle zwei Jahre eine gründliche Untersuchung. Für diese Krebs-Früherkennungsuntersuchung ist nicht einmal eine Praxisgebühr fällig. Experten unterscheiden schwarzen (malignes Melanom) und weißen Hautkrebs (Basalzell- und Stachelzellkrebs). Für alle Formen gilt: Je früher sie erkannt werden, umso besser sind die Heilungschancen. Allerdings ist der schwarze Hautkrebs die aggressivere Variante – er zählt zu den gefährlichsten Krebsarten überhaupt. Dennoch können fast 90 Prozent der Betroffenen geheilt werden. Der Deutschen Krebshilfe zufolge verdoppelt sich die Zahl der Patienten derzeit alle zehn Jahre. Besonders gefährdet sind Hellhäutige.

Datum:  6 | 2 | 2012
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Prof. Erwin Stark 069/2199 27049
Dr. Bjorn Tackenberg 069/2199 27050
Doris Althofen 069/2199 27051
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