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Früh erkannt: Vorsorge 
für den Körper

Den Wert von Gesundheit lernen viele Menschen erst in der Krankheit zu schätzen. Eine oftmals tödliche Leichtfertigkeit – gerade bei Krebserkrankungen. 450.000 Neuerkrankungen werden hiervon in Deutschland jährlich verzeichnet. 210.000 Menschen sterben daran.

Und obwohl die Medizin Fortschritte bei Diagnostik und Therapien gemacht hat, soll die Krebsrate bis 2050 noch um 30 Prozent steigen – weil wir immer älter werden. Im Durchschnitt erkranken Frauen mit 69 und Männer mit 66 Jahren. Krebs ist also auch eine Alterskrankheit, die auf „genetischen Unfällen“ beruht: Der Körper kann Zellen mit fehlerhafter Erbinformation irgendwann nicht mehr reparieren und sie wuchern außer Kontrolle.



Ein entscheidender Faktor im Kampf gegen die Krankheit ist die Früherkennung. Denn rechtzeitig erkannt, sind insbesondere Brust-, Darm-, Haut- und Gebärmutterhalskrebs sowie Formen des Prostatakrebses zumeist gut heilbar. „Je früher Krebs erkannt wird, desto höher ist die Chance einer Heilung“, betont Gerd Nettekoven, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krebshilfe, die Notwendigkeit von Vorsorgeuntersuchungen.



Aber auch alltägliche Achtsamkeit hilft. Über die Jahre addiert, steigern Nikotin, zu viel Alkohol und ungesunde Ernährung die Wahrscheinlichkeit von Krebserkrankungen. Der Organismus vergisst solchen Raubbau eben nicht. Lungenkrebs ist dafür ein schlimmes Beispiel: 85 Prozent aller Patienten rauchen oder haben geraucht. Die Heilungschancen sind vergleichsweise miserabel, weil ein Lungenkarzinom kaum früh erkannt wird. Der rechtzeitige Verzicht auf Tabak verspricht dagegen durchaus Erfolg: Statistisch sinkt nach fünf rauchfreien Jahren das Risiko einer Erkrankung um 60 Prozent und nach 20 Jahren sogar um 90 Prozent.



Krebs bleibt eine medizinisch schwer berechenbare Volkskrankheit. Eine gute Lebens-Strategie dagegen lautet: Der Erkrankung zuvorkommen. „Gehen Sie allen bekannten Gefahren aus dem Weg“, rät die Deutsche Krebshilfe e. V. Das verlangt von jedem Einzelnen, der Krankheit langfristig vorzubeugen. Es gibt zahlreiche Ess- und Lebensgewohnheiten, die Risiken fördern – andere dagegen verringern sie sogar. Die Deutsche Krebshilfe e. V. bietet zu alldem kostenlose Informationen: gut gegliedert, interessant, leicht verständlich und seriös.



Also: Nutzen Sie solche Angebote, pflegen Sie Ihre Gesundheit. Das ist zwar keine Versicherung gegen Krankheit – aber die wichtigste Altersvorsorge.

Datum:  6 | 2 | 2012
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Dr. Bjorn Tackenberg 069/2199 27050
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