Anstelle von qualitativ hochwertigen Inlays oder Kunststofffüllungen erstatten sie nun lediglich die Kosten für Amalgam. Parodontose-Prophylaxe bezahlen die Kassen nur noch, wenn sie aus medizinischer Sicht unabdingbar ist, Zahnreinigungen gar nicht mehr. Noch drastischer fielen die Kürzungen bei Zahnersatz aus. Lediglich die nach deutschen Maßstäben material- und kostentechnisch günstigs tmögliche Behandlung wird gewährt. Wer allerdings sein Bonusheft pflegt, also zweimal im Jahr beim Zahnarzt die Beißerchen kontrollieren lässt, der bekommt von den gesetzlichen Krankenkassen einen bis zu 30 Prozent höheren Zuschuss. Private Zahnzusatzversicherungen dagegen decken einen Teil der Kosten für höherwertige Behandlungen und Materialien ab.
Rechenbeispiel
Je nach Tarif können Versicherte Leistungen für Füllungen, Zahnersatz, Parodontose-Prophylaxe, Zahnreinigungen und kieferorthopädische Behandlungen in Anspruch nehmen. Eine hochwertige Krone kostet beispielsweise etwa 550 Euro, die gesetzliche Krankenkasse zahlt jedoch lediglich einen festen Zuschuss von 120 Euro. Da kann die zusätzliche Versicherung sich auszahlen. Die Stiftung Warentest hat Angebote unter die Lupe genommen. Die besten Versicherer erstatten für eine Krone bis zu 90 Prozent der zusätzlichen Kosten – in diesem Fall also 387 von 430 Euro. Allerdings sind die Leistungen in den ersten drei bis fünf Versicherungsjahren auf Höchstsummen begrenzt, üblicherweise zwischen 1.000 und 3.000 Euro je Kalenderjahr.
Kosten-Faktoren
Die Beiträge für Zahn-Zusatzversicherungen sind abhängig von Leistungsumfang, Alter, Geschlecht und der Zahngesundheit. Im Durchschnitt liegen sie für 40-Jährige monatlich bei 20 Euro für Männer und 25 Euro für Frauen. Fast immer ist der Beitrag für Frauen höher, weil die Statistik höhere Arzneikosten, häufigere Arztbesuche und eine höhere Lebenserwartung für sie ausweist. Wer sehr schlechte Zähne hat, kann von der Versicherung abgelehnt werden oder die Versicherung schließt die geschädigten Zähne von Ersatzleistungen aus.
Hochwertige Behandlung
Die zusätzliche Absicherung für Zahnbehandlungen lohnt sich in erster Linie für Patienten, die Wert auf hochwertige Behandlung und Materialien legen und nicht regelmäßig Vorsorgeuntersuchungen in Anspruch genommen haben. In manchen Fällen kann es sich ber eher auszahlen, monatlich einen festen Betrag zurückzulegen, um dann Behandlungskosten aus eigener Tasche zu bezahlen.
Absicherung fürs Kind
Besonders empfehlenswert ist eine Absicherung für Kinder, wenn es um kieferorthopädische Behandlung geht. Da können leicht mehrere tausend Euro Eigenanteil für die gesetzlich Versicherten zusammenkommen. Denn nur bei erheblicher Fehlstellung der Zähne übernehmen die Kassen Behandlungskosten weitgehend. Wichtig ist, dass Zusatz-Versicherungen möglichst schon im Kindergartenalter abgeschlossen werden. Denn nur wenn noch keine Zahnfehlstelung vorliegt, greift der Versicherungsschutz. Dann kostet er zwischen vier und 13 Euro im Monat.
Am 30. Mai 2012 ist der Welt MS Tag 2012
Veranstaltungsbeginn: 18:00 Uhr
Reservierung erforderlich unter 069/ 2199 3411
MS - Experten antworten am 24. Mai von 18:00 - 19:30 Uhr am Leser-Telefon.
Prof. Erwin Stark 069/2199 27049
Dr. Bjorn Tackenberg 069/2199 27050
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