Was genau passiert
bei einem Hörsturz?
Prof. Stöver: Die Ursache des Hörsturzes ist nicht genau geklärt. Die allermeisten Patienten waren vor ihrem Hörsturz jedoch Stressituationen ausgesetzt. Stress beeinflusst die Durchblutung des Innenohres. Man geht davon aus, dass bei einem Hörsturz die Funktion der Haarzellen durch eine Minderversorgung mit Sauerstoff beeinträchtigt wird. Die Haarzellen liegen im Innenohr und sind die Sensorzellen des Hörorgans. Das heißt, sie nehmen die Schallenergie auf und wandeln sie in elektrische Impulse um. Treten Durchblutungsstörungen im Innenohr auf, so verliert die Haarzelle ihre Funktion. Mitunter sogar dauerhaft.
Ein Hörsturz kann also
Langzeitfolgen nach sich ziehen?
Prof. Stöver: Ja. Bei einem Teil der Betroffenen tritt zwar eine spontane Besserung ein. Der überwiegende Teil hat jedoch mit bleibenden Hörschäden zu kämpfen. Die Haarzellen sind sehr emfpindlich, und einige nehmen ihre Funktion nach der Sauerstoff-Minderversorgung nicht wieder auf. Es sei denn, die Durchblutung im Innenohr wird kurzfristig wieder angekurbelt. Hörstürze müssen frühzeitig behandelt werden. Man spricht von einer Notfallbehandlung, also in der Regel innerhalb von 24 Stunden. Allerdings ist selbst sofortige ärztliche Hilfe keine Garantie dafür, dass keine Schäden zurückbleiben.
Welche Schäden können
bleiben?
Prof. Stöver: Das können teilweise Hörverluste bis hin zur Ertaubung sein. Schwindel und Ohrengeräusche sind ebenfalls möglich – oder die Kombination aus allen genannten Symptomen.
Am 30. Mai 2012 ist der Welt MS Tag 2012
Veranstaltungsbeginn: 18:00 Uhr
Reservierung erforderlich unter 069/ 2199 3411
MS - Experten antworten am 24. Mai von 18:00 - 19:30 Uhr am Leser-Telefon.
Prof. Erwin Stark 069/2199 27049
Dr. Bjorn Tackenberg 069/2199 27050
Doris Althofen 069/2199 27051
Barbara Pospiech 069/2199 27052