In Deutschland sind immer mehr Frauen berufstätig. Im Jahr 2011 waren es genau 71,8 Prozent. Das geht aus Berechnungen des arbeitgebernahen Institut der deutschen Wirtschaft (IW) hervor, über die die „Bild“-Zeitung berichtete.
Somit waren fast drei von vier Frauen zwischen 15 und 64 Jahren in Beschäftigung. Europaweit liegt der Durchschnittswert der Frauenerwerbsquote dagegen dem Bericht zufolge bei 64,9 Prozent. Insgesamt stieg damit die Erwerbstätigenquote der Frauen in den vergangenen Jahren hierzulande deutlich schneller als in den Nachbarländern: Im Jahr 2000 waren laut IW erst 63 Prozent der Frauen in Deutschland erwerbstätig, im EU-Durchschnitt 60,1 Prozent.
71,8 Prozent bedeuten im europäischen Vergleich Platz vier hinter Schweden (77,7 Prozent), Dänemark (76,1 Prozent) und Finnland (72,7 Prozent).
Die Frauenerwerbsquote alleine sagt allerdings wenig über den zeitlichen Umfang der Arbeit aus. Wie der Mikrozensus 2011 des Statistischen Bundesamtes zeigt, arbeiten viele Frauen in Teilzeit. So waren 2011 rund 69 Prozent der erwerbstätigen Mütter im Alter von 15 bis 64 Jahren in Teilzeit beschäftigt.
Die IW-Studie soll an diesem Montag in Berlin offiziell vorgestellt werden. (dpa/reb)