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Arbeit und Soziales

25. April 2014

Textilarbeiter Kambodscha: Prozess gegen Textilarbeiter begonnen

Textilarbeiter in Kambodscha haben für einen Mindestlohn gestreikt.  Foto: reuters

Trotz internationaler Proteste hat ein Gericht in Phnom Penh am Freitag gegen 23 kambodschanische Aktivisten und Arbeiter einen Prozess begonnen. Die Textilarbeiter hatten die Einführung eines Mindestlohns von etwa 117 Euro im Monat gefordert. Ihnen drohen nun bis zu fünf Jahre Haft.

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Phnom Penh –  

Vor einem Gericht in Phnom Penh hat am Freitag trotz internationaler Proteste der Prozess gegen 23 kambodschanische Aktivisten und Arbeiter der Textilindustrie wegen ihrer Beteiligung an einem Streik begonnen. Vor dem Gerichtsgebäude versammelten sich hunderte Demonstranten und riefen: "Befreit die 23!" Menschenrechtsgruppen zufolge drohen den Angeklagten, von denen die meisten seit ihrer Festnahme im Januar inhaftiert sind, bis zu fünf Jahre Haft, vornehmlich wegen "vorsätzlicher Gewalt".

Vier Menschen waren getötet worden, als die kambodschanische Polizei Anfang Januar das Feuer auf streikende Arbeiter eröffnet hatte. Sie hatten die Einführung eines Mindestlohns in Höhe von umgerechnet 117 Euro im Monat gefordert. Der Internationale Gewerkschaftsbund hatte nach der Festnahme der Arbeiter eine Kampagne zu deren Freilassung gestartet. In Kambodscha lassen auch internationale Marken wie Gap, Nike und H&M Kleidung herstellen. (afp)

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