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Arbeit und Soziales

26. November 2012

Zeitarbeit: Dumpinglöhne abschaffen!

 Von Eva Roth
Ein Arbeiter bedient eine Aluminiumblechanlage: In der Metallindustrie versuchen Unternehmen den neuen Tarifvertrag zu umgehen.  Foto: dpa

Mit neuen Tarifverträgen haben die Zeitarbeitsfirmen die Chance, ihrer Branche zu mehr Akzeptanz zu verhelfen. Doch weil einige trickreich versuchen, die neuen Regelungen zu umgehen, muss endlich die Politik eingreifen und eine Regelung ohne Schlupflöcher schaffen.

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Die neuen Tarifverträge für Leiharbeiter bieten theoretisch die Chance, dass Hunderttausende Zeitkräfte endlich fair entlohnt werden. In Branchen wie der Metall- und Chemieindustrie haben die Beschäftigten nun Anspruch auf ordentliche Zuschläge. Schon wahr: Die Regelungen sind kompliziert, aber so haben es Gewerkschaften und Arbeitgeber nun mal vereinbart.

Leiharbeiter
Leiharbeiter

Nun könnten sich die Verleihfirmen freuen, dass sie die Chance haben, als seriöse Branche wahrgenommen zu werden – und einfach die Zuschläge zahlen. Doch einige Firmen versuchen trickreich, sich die Mehrkosten zu sparen. Offenbar kennt ein Teil der Branche nur ein Geschäftsmodell: Dank Dumpinglöhnen Geld verdienen.

Geduld der Politik am Ende

Es gibt eine einfache Möglichkeit, die Zeitarbeit zu einer akzeptierten Branche zu machen: Die Politik ringt sich dazu durch, per Gesetz festzuschreiben, dass Leiharbeiter und Festangestellte gleich bezahlt werden – ohne Ausnahmen. Diese Regel lässt sich viel einfacher kontrollieren als die komplizierten tariflichen Branchenzuschläge.

Bisher darf von dem Equal-Pay-Grundsatz per Tarifvertrag abgewichen werden. Erst haben Firmen dies genutzt, um mit windigen christlichen Verbänden Pseudo-Tarifverträge mit Mini-Gehältern abzuschließen. Diese Verträge sind per Gericht für unwirksam erklärt worden. Wenn die neuen Mogel-Versuche nicht rasch unterbunden werden, spätestens dann sollte die Geduld der Politik am Ende sein.

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