1443: Grundsteinlegung für eine Burg an der Spree
1699: Beginn des Schlossbaus von Andreas Schlüter
1850: Die Kuppel des Hofarchitekten Stüler wird auf das Portal an der Westfront gesetzt. Damit bekommt das Schloss seine endgültige Form.
Februar 1945: Nach mehreren schweren Bombenangriffen brennt die einstige Preußen-Residenz kurz vor Kriegsende weitgehend aus.
7. September 1950: SED-Chef Walter Ulbricht lässt die Schlossruine sprengen.
1974-1976: Die DDR baut auf dem Schlossplatz den Palast der Republik, ein Zentrum für kulturelle Großveranstaltungen.
19. September 1990: Wegen Asbestverseuchung wird der Palast der Republik von der ersten frei gewählten Volkskammer geschlossen.
23. März 1993: Bund und Land Berlin beschließen die Auslobung eines internationalen städtebaulichen Ideenwettbewerbes.
1993: Der Förderverein stellt eine riesige Schloss-Simulation auf dem Schlossplatz auf und entfacht damit die Debatte um den Wiederaufbau.
Oktober 1997: Die jahrelange Asbestbeseitigung am Palast der Republik beginnt.
20. Dezember 2001: Eine Expertenkommission schlägt den Nachbau des Stadtschlosses mit barocken Fassaden vor. Der Palast der Republik soll abgerissen werden. Im Schloss soll das „Humboldt-Forum“ mit Museum, Bibliothek und Veranstaltungsbereich entstehen.
4. Juli 2002: Der Bundestag beschließt mit überraschend klarer Mehrheit die Wiedererrichtung des historischen Schlosses.
13. November 2003: Der Bundestag bestätigt bei zwei Enthaltungen einstimmig seinen Willen zum Wiederaufbau des Schlosses. Er fordert die Bundesregierung auf, den Beschluss so bald wie möglich umzusetzen.
2006 bis 2008: Abbruch des Palastes der Republik
7. November 2007: Der Haushaltsausschuss des Bundestags gibt Grünes Licht für den Schloss-Bau. Er darf nicht mehr als 552 Millionen Euro kosten. Von 2010 bis 2013 soll gebaut werden.
28. November 2008: Der italienische Architekt Francesco Stella erhält nach einem Wettbewerb den Zuschlag für das Projekt.
17. Dezember 2008: Der Ausschuss bekräftigt seinen Beschluss vom Vorjahr und beauftragt die Bundesregierung, strikt auf die Einhaltung der Kostenobergrenze zu achten.
8. Juli 2009: Bundespräsident Horst Köhler eröffnet im Alten Museum auf der Berliner Museumsinsel eine Ausstellung zum Konzept für das im Stadtschloss geplante Humboldt-Forum.
7. Juni 2010: Die Bundesregierung verschiebt im Rahmen ihres Sparpakets den Baubeginn von 2011 auf 2014. Später sichert Bauminister Peter Ramsauer zu, der erste Spatenstich solle 2013 erfolgen.
8. Juni 2011: Der Stiftungsrat billigt abschließend den Entwurf von Architekt Stella. Danach soll das Schloss mit drei der vier Originalfassaden errichtet werden.
29. Juni 2011: Auf dem Schlossplatz wird mit mehrmonatiger Verspätung eine Info-Box eröffnet, die Auskunft über das Projekt gibt.
6. Juli 2011: Der Haushaltsausschuss des Bundestags befasst sich abschließend mit dem Projekt. Wegen der Teuerung im Baugewerbe soll es jetzt 590 statt 552 Millionen Euro kosten.