Architektur

12. Juli 2012

Römisches Stadttor: Porta Nigra in Trier wird saniert

Die Porta Nigra in Tier ist von innen eingerüstet, das Wahrzeichen bleibt für Touristen aber geöffnet. Foto: dpa/Thomas Frey

Das weltberühmte Wahrzeichen der Stadt Trier, die Porta Nigra, muss saniert werden. Wegen der Arbeiten sind Teile des rund 1800 Jahre alten Baudenkmals eingerüstet. Für Touristen bleibt die Porta Nigra aber weiter geöffnet.

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Trier –  

Die Porta Nigra, Wahrzeichen von Trier, wird in den nächsten Jahren saniert. Das römische Stadttor stammt aus dem zweiten Jahrhundert nach Christus. Alleine für vorbereitende Untersuchungen und Planungen veranschlagt das Land Rheinland-Pfalz 1,2 Millionen Euro. Notwendig ist die Sanierung des Weltkulturerbes vor allem wegen Schäden am Quadermauerwerk, am Dach und der Entwässerungsführung.

Voraussichtlich bis Mitte oder Ende 2013 ist ein Team aus Vermessern, Bauforschern und Restauratoren mit der Bestandsaufnahme beschäftigt, wie Projektleiterin Marion Basten vom Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung am Donnerstag sagte. Für Touristen bleibe das Denkmal jedoch weiterhin geöffnet.

Die Porta Nigra in Trier wird saniert.
Die Porta Nigra in Trier wird saniert.
Foto: dapd/Harald Tittel

Torhaus innen eingerüstet

Das Torhaus war am Mittwoch innen eingerüstet worden. Das Gerüst bleibe für die Untersuchungen wahrscheinlich bis Juli kommenden Jahres stehen, geplant sei von August an ein zweites Gerüst am Ostturm. Bereits seit Ende Mai laufen Vermessungsarbeiten an dem besterhaltenen römischen Stadttor nördlich der Alpen.

Über die Kosten der tatsächlichen Sanierung könne derzeit lediglich spekuliert werden, sagte Thomas Metz, Generaldirektor der Generaldirektion Kulturelles Erbe. Auch Fragen zu genauen Schäden und voraussichtlicher Sanierungszeit könnten derzeit nicht beantwortet werden. Ein Konzept sowie eine detaillierte Kostenplanung seien erst nach Auswertung aller Untersuchungsergebnisse möglich. „Frühestens ab 2015/2016 ist die Sanierung überhaupt denkbar. Und wir werden definitiv länger als zwei, drei Jahre brauchen“, sagte Projektleiterin Basten.(dpa)

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