Immerhin: Die Ausbildung zur Zahnmedizinischen Fachangestellten im Ranking der beliebtesten Ausbildungsberufe des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) belegt deutschlandweit den 14. Platz von rund 340 Berufsausbildungen im dualen System. Auch in Hessen sind im Vergleich mit dem Vorjahr die Ausbildungszahlen angestiegen.
Seit Jahresbeginn haben sich in Hessen bereits 919 Schulabgänger für eine Ausbildung zur Zahnmedizinischen Fachangestellten entschieden. Dennoch ist der Bedarf an Auszubildenden noch lange nicht gedeckt.
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„Das Berufsbild einer Zahnmedizinischen Fachangestellten verbindet sowohl medizinische und psychologische als auch administrative und technische Aspekte. In der Regel ist es eine Mitarbeiterin, die bei der telefonischen Terminvereinbarung oder bei der Begrüßung in der Praxis den ersten Kontakt zu den Patienten hat. Gerade im Umgang mit Angstpatienten sind von der ZFA Einfühlungsvermögen und Menschenkenntnis ebenso gefragt, wie freundliches, vertrauenerweckendes und offenes Auftreten“ erläutert Dr. Elke Vietor, zuständig für den Bereich Aus- und Fortbildung der Mitarbeiterinnen im Vorstand der Landeszahnärztekammer Hessen (LZÄK).
Zahnmedizinische Fachangestellte bereiten jede Behandlung eines Patienten vor, legen für den Zahnarzt das Patientenblatt und die benötigten Materialien und Instrumente bereit und machen auch den Patienten mit der Situation im Behandlungszimmer vertraut. Auch verwalten sie in den Praxen die Patienten- und Abrechnungsdaten. Während der gesamten Behandlung sind die ZFA‘s die rechte Hand des Zahnarztes. Die Aufgaben reichen dabei von der sachkundigen Assistenz und der positiven Wirkung auf den Patienten bis hin zur Dokumentation von erbrachten Leistungen sowie zur nach Beendigung der Behandlung stattfindenden hygienischen Nachsorge. Eine zahnmedizinische Fachangestellte braucht bei schwierigen und langwierigen Eingriffen ebenso wie im Umgang mit Strahlenquellen einen kühlen Kopf und eine ruhige Hand.
ZFA‘s nehmen darüber hinaus verantwortungsvolle Aufgaben in der Prophylaxe, der Beratung der Patienten zu Zusatzleistungen der Zahnarztpraxis und vor allem hinsichtlich der Hygiene wahr. Ohne Zutun geschulter Fachkräfte sind die ohnehin sehr hohen hygienischen Standards in Zahnarztpraxen, die in den letzten Jahren vom Gesetzgeber weiter erhöht wurden, und von den Zahnärztekammern laufend weiterentwickelt werden, kaum aufrecht zu erhalten.