Aktuell: Schicksal von Tuğçe A. | Burger King | Polizeigewalt in Ferguson | Eintracht Frankfurt | Fußball-News

Auto
Hier lesen Sie Auto-Nachrichten. Welche Neuheiten zeigt die nächste Auto-Messe? Was sagt der jüngste ADAC-Test? Welche Tipps helfen beim Autokauf?

01. Oktober 2012

Antriebskonzepte: Öko-Autos beim Pariser Salon

BMW bricht seine Konventionen und stellt mit dem Active Tourer eine Van-Studie mit Frontmotor und Dreizylinder als Plug-in-Hybrid vor. Foto: Hersteller

Jeder Autohersteller gibt eine eigene Antwort darauf, wie das Auto der Zukunft aussieht. Dass neue Autos umweltschonender und sparsamer werden müssen, steht außer Frage. Doch welche Technologie wird sich durchsetzen?

Drucken per Mail

Der Wirbel um Elektroautos hat inzwischen sich gelegt, wie ein Besuch des Pariser Automobilsalons zeigt (Publikumstage: 29. September bis 14. Oktober). In den Messehallen präsentieren die Hersteller wenig Neues, wenn es um Batteriefahrzeuge geht. Dennoch bleibt Öko-Technik ein großes Thema bei der Fahrzeugentwicklung.

Die Hersteller sind aber vor allem enthaltsameren Autos mit Verbrennungsmotoren in die französische Hauptstadt gereist. Daneben stehen allerdings auch einige neue Hybrid- und Erdgasmodelle im Rampenlicht.

Elektro-Autos setzen sich nicht durch

Die B-Klasse von Mercedes klommt 2014 als marktreifes Elektro-Auto.
Die B-Klasse von Mercedes klommt 2014 als marktreifes Elektro-Auto.
Foto: Autonews

„Elektro stirbt“, formuliert es Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer von der Uni Duisburg-Essen etwas überspitzt mit Blick auf die derzeitigen Trends in den Entwicklungsabteilungen. Mercedes stellt sich in Paris aber mit Nachdruck gegen diese Prognose.

Die Stuttgarter enthüllten den SLS Electric Drive, der als Serienfahrzeug für mindestens 416.500 Euro im Juni nächsten Jahres in den Handel kommen soll. Seine vier E-Motoren kommen auf  751 PS, der Sprintwert liegt bei 3,9 Sekunden. Die elektrische B-Klasse soll es ab 2014 zu kaufen geben – mit ihr dürfte Mercedes einen größeren Kundenkreis ansprechen.

Optimierte Verbrennungsmotoren

Die günstigsten Alternativen zu den bisherigen Motoren dürften sparsame Benziner bleiben, die mit weniger Zylindern und kleineren Hubräumen auskommen. Trotzdem müssen Kunden bei der Leistung keine Abstriche machen.

Bislang war solcherlei Tüftelei eher die Sache von Marken wie Fiat oder Ford. Jetzt aber macht sich mit BMW auch ein Premium-Hersteller ans Werk. Eine neue Motorenfamilie soll unter anderem Dreizylinder mit 1,5 Litern Hubraum umfassen – Benziner und Diesel, die fünf bis fünfzehn Prozent Kraftstoff sparen sollen gegenüber den bisherigen Vierzylindern.

Eingesetzt werden die Dreizylinder wohl schon 2013, erstmals bei Mini und in der 1er-Reihe. Auf der Messe sitzt ein solches Aggregat bereits an der Vorderachse des kompakten Hybrid-Van-Konzepts Active Tourer.

Leichtbau und Aerodynamik

Mit sparsamen Motoren und Leichtbau lässt sich Sprit sparen wie beim VW Golf Blue Motion.
Mit sparsamen Motoren und Leichtbau lässt sich Sprit sparen wie beim VW Golf Blue Motion.
Foto: dpa

Volkswagen hat den Golf auf Diät gesetzt, indem Gewicht und Rollwiderstand verringert und die Aerodynamik verbessert wurden. Der Golf VII Blue Motion wird offiziell noch als Studie geführt, doch dürfte das Auto im Sommer 2013 nahezu unverändert in den Handel kommen.

Der Öko-Golf verbraucht 3,2 Liter auf 100 Kilometer (CO2-Emission: 85 g/km). Immerhin 202 km/h Spitzengeschwindigkeit sind möglich.

Die Marke von 100 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer durchbricht auch Honda mit dem Civic 1.6 i-DTEC, der mit diesem Motor Premiere feiert. 94 Gramm CO2 gibt der Hersteller für den ersten Vertreter einer neuen Motoren- und Antriebsgeneration an. Der 120 PS starke Fünftürer verbraucht 3,6 Liter, unter anderem dank seines Start-Stopp-Systems und seiner Leichtbauweise.

Trend zu Erdgas-Fahrzeugen

Eine ganze Reihe Pariser Messepremieren setzt auch auf Erdgas (CNG - Compressed Natural Gas). Audi plant beim in Paris gezeigten A3 Sportback eine TCNG-Version. Zugeschnitten auf synthetisches Erdgas, das mit Windenergie und Biomasse erzeugt wird, soll der Emissionswert des Kompaktklasse-Modells im Idealfall nur noch 30 Gramm CO2 betragen.

Weil der 100 PS starke 1,4-Liter-Motor meist aber mit fossilem Erdgas unterwegs sein dürfte, ist ein CO2-Ausstoß von knapp unter 100 g/km realistischer. Als Marktstart nennt Audi die zweite Jahreshälfte 2013.

Kleiner Wagen mit kleinem Motor: Der Fiat Panda Natural Powers hat einen Zweizylinder-Erdgas-Motor.
Kleiner Wagen mit kleinem Motor: Der Fiat Panda Natural Powers hat einen Zweizylinder-Erdgas-Motor.
Foto: dpa

Einen Zweizylinder-Erdgasmotor bringt Fiat auf den Markt. Zum Zuge kommt der 0.9 TwinAir Turbo im Kleinwagen Panda Natural Power. Als Verbrauchswert im Gasbetrieb für das 80 PS starke Aggregat nennen die Italiener 3,1 Kilogramm pro 100 Kilometer (CO2-Ausstoß: 86 g/km). 12 Kilo Gas und 35 Liter Benzin fassen die Tanks.

Auch die neue Mercedes B-Klasse wird es wieder als Erdgasversion geben. Der 1,6 Liter große Vierzylinder des B 200 NGD (Natural Gas Drive) leistet 156 PS. Bei einem Verbrauch von 4,2 Kilogramm Gas liegt der CO2-Ausstoß bei 115 g/km. Die Gastanks fassen immerhin 21 Kilogramm, was für bis zu 500 Kilometer reichen soll. Der Benzin-Reservetank fasst 12 Liter. Das Auto kommt im November auf den Markt. (dpa, dmn, Autonews)

Sehen Sie hier die Öko-Autos des Pariser Salons 2012.

Hier sehen Sie die Autos der deutschen Hersteller in Paris.

Zur Homepage
comments powered by Disqus
Ressort

Erlkönig-Bilder, Entwicklungen auf dem Elektroauto-Markt und weitere Auto-News.

Anzeigenmarkt
Videonachrichten Auto
Quiz