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19. November 2012

Design-Wettbewerb: So fährt die Hightech-Polizei der Zukunft

Die Mercedes G-Klasse ist Vorbild des Polizei-SUV der Zukunft „Ener-G-Force“. Sie ist einer der Entwürfe, die bei der LA-Design-Challenge antreten. Foto: Autonews

Die Design Challenge ist ein Wettbewerb im Rahmen der Los Angeles Auto Show (30. November bis 9. Dezember 2012). Autohersteller aus Deutschland, den USA und Japan konkurrieren diesmal um das Polizeifahrzeug für das Jahr 2025.

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Polizei-Autos fallen schon heute durch ihr Äußeres auf und haben zahlreiche Extras. Die Design-Entwürfe für das Polizeifahrzeug der Zukunft gehen allerdings viel weiter. Sie zeigen Drohnen-Technologie für das Observieren, Verfolgen und Ergreifen auf dem Land und in der Luft sowie kleine, leichte Polizeiflitzer mit alternativen Antrieben. Die Design-Studios von BMW, General Motors, Honda, Mercedes und Subaru gehen an den Start. Wir stellen die Kandidaten und ihre Konzepte vor.

BMW Group Designworks USA entschied sich für die Region Los Angeles, in der es sein Szenario für die Patrouille des Jahres 2025 ansiedelt. Das Team entwarf ein von Polizisten gesteuertes Verfolgungsfahrzeug mit drei angedockten Drohnen. Im Mittelpunkt des Designs steht eine modulare Struktur mit Drohnen-Technologie, die Zusammenspiel und Beweglichkeit der Polizei-Einheiten verbessert.

Halter-Erkennung über das Kennzeichen und gleich in der Windschutzscheibe eingeblendet: Das wünscht sich der Polizist der Zukunft, zumindest laut BMW.
Halter-Erkennung über das Kennzeichen und gleich in der Windschutzscheibe eingeblendet: Das wünscht sich der Polizist der Zukunft, zumindest laut BMW.
Foto: Autonews

Von der für zwei Piloten ausgelegten Basisstation können die Drohnen ausschwärmen. Bei einer Verfolgungsjagd in Gegenden mit hohem Verkehrsaufkommen kann sowohl die fliegende Drohne als auch eine der Einzelrad-Drohnen losgeschickt werden, um dem Verdächtigen hinterher zu jagen und Daten an die Basisstation zu übermitteln.

Drei Entwürfe von GM

Der Entwurf von General Motors namens „Volt Squad“ (Volt-Eingreiftruppe) tritt den zukünftigen Herausforderungen eines verstopften Straßensystems mit einer geballten Ladung Hochtechnologie entgegen. Die „Volt Squad“ besteht aus drei Fahrzeugen. Jedes Fahrzeug  hat im Einsatz eine klar festgelegte Rolle: ein Transportfahrzeug, ein wendiges Straßenfahrzeug und ein fliegendes Auge zur Überwachung.

Designer setzen auf Drohnen

Dieses coole Honda Dreirad mutet an wie die High-Tech-Version eines Morgan Three-Wheelers.
Dieses coole Honda Dreirad mutet an wie die High-Tech-Version eines Morgan Three-Wheelers.
Foto: Autonews

Das Team von Honda Advanced Design hat die CHP Drohnen-Squad entworfen. Sie besteht aus einem Doppel-Fahrzeug-System: Die Auto-Drohne ist als bemanntes oder unbemanntes Kontrollfahrzeug einsetzbar, das während der Fahrt Moto-Drohnen aussenden kann. Moto-Drohnen sind fahrerlose Motorräder, die man für Sondereinsätze oder Rettungsaktionen aufrüsten kann.

Raupenfahrzeug von Honda

Die „CHiPS“ 2025-Raupe von Honda  R&D Japan soll für die Veränderungen der Verkehrslage im Jahr 2025 gewappnet sein. Das Szenario: Kalifornien stellt in den frühen 2020er komplett auf nachhaltige Antriebe um. Deshalb können die Fahrzeuge auf den Straßen wieder größer werden. Die beginnende Umstellung auf automatische Fahrzeuge sorgt zusätzlich für neue Verkehrsprobleme. Für dieses Szenario hat Honda das Fahrzeug CHP entworfen, das in schwierigen Verkehrslagen schnell und wendig sein soll.

General Motors setzt für Verfolgungsfahrten auf ein wendiges Dreirad.
General Motors setzt für Verfolgungsfahrten auf ein wendiges Dreirad.
Foto: Autonews

G-Klasse als Vorbild

2025 müssen sich die Gesetzeshüter auf noch vollere Straßen mit elektronisch überwachtem und gelenktem Verkehr, eine stark gewachsene Bevölkerung und ein verändertes Verhalten der Menschen einstellen. Als umweltfreundliches SUV erfüllt der „Mercedes Ener-G-Force“ diese Anforderungen. Beim Design lehnt sich der Ener-G-Force an die G-Klasse an.

Subaru auf der „Paradies-Autobahn“

Für das Szenario der großen Eröffnung einer „Paradies-Autobahn“ zwischen den Hawaii-Inseln präsentiert Subaru sein SHARC (Subaru Highway Automated Response Concept). Dieses Polizeifahrzeug berücksichtigt die strikten Vorschriften für CO2-Emissionen auf Hawaii sowie den weltweiten Trend zu sinkenden Etats für die Autobahnpolizei. Das SHARC ist ein emissionsfreies Fahrzeug, das mit erneuerbaren Energien angetrieben wird. Es kann auch automatisch fahren, so dass der Personaleinsatz im Streifendienst erheblich reduziert wird.

Diesen bulligen Polizei-Honda kann man unter einen Transporthubschrauber hängen.
Diesen bulligen Polizei-Honda kann man unter einen Transporthubschrauber hängen.
Foto: Autonews

Kriterien für die Bewertung

Bei der Beurteilung der Entwürfe legte die Jury folgende Kriterien zugrunde: Wurden die zukünftigen Bedürfnisse nach modernen Technologien berücksichtigt? Wurde sowohl die Geschwindigkeit als auch die Mobilität auf den Autobahn-Systemen der Zukunft beachtet? Wie kreativ ist das Konzept? Wird es speziellen regionalen Abgas-Standards gerecht? Trägt es Aspekten wie Umweltfreundlichkeit, Nachhaltigkeit und Wiederverwertbarkeit Rechnung? Die Siegertrophäe wird am Pressetag der LA Auto Show am 29. November 2012 verliehen. (Autonews, dmn)

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