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15. Januar 2013

Studie CrossBlue: VW plant großes Hybrid-SUV

Die VW Studie CrossBlue ähnelt dem Tiguan, ist aber größer als ein Touareg. Sie könnte die SUV-Familie von VW um einen Siebensitzer der Fünf-Meter-Klasse ergänzen. Foto: dpa

Die VW Studie CrossBlue ähnelt einem Tiguan, ist aber mit knapp fünf Metern länge größer als ein Touareg. Ein Serienmodell könnte die SUV-Modelle von VW um einen Siebensitzer ergänzen. Der Diesel-Plug-in-Hybrid leistet 306 PS.

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Der rund fünf Meter lange Allradler, den der Wolfsburger Autobauer auf der Motorshow in Detroit (Publikumstage: 19. bis 27. Januar) enthüllt hat, wurde vorrangig für den US-Markt und China als Alternative zu Großraumlimousinen konzipiert.

Beim Design der Studie setzte man auf eine Mischung aus deutscher VW-Klarheit und amerikanisch-bulligen Proportionen. Bei 4,99 Metern Länge und 2,02 Metern Breite steht er mit 21-Zoll-Rädern und Spurweiten von 1,686 Metern vorne und 1,70 Metern hinten breit auf der Straße.

Viel Raum und bis zu sieben Sitze

Eine mögliche Serienversion der Studie soll zwar günstiger als der Touareg sein, aber viel geräumiger, sagte Entwicklungschef Ulrich Hackenberg. Das Messeauto bietet bei knapp drei Metern Radstand sechs Einzelsitze in drei Reihen. Der Kofferraum fasst bei aufgeklappten Fondsitzen 335 Liter. Legt man die beiden Sitzreihen im Fond um, wächst das Gepäckvolumen auf fast 2000 Liter. Sollte das Serienmodell kommen, ist laut VW auch eine Version mit sieben Sitzen denkbar.

Legt man die beiden Sitzreihen im Fond um, wächst das Gepäckvolumen auf fast 2000 Liter.
Legt man die beiden Sitzreihen im Fond um, wächst das Gepäckvolumen auf fast 2000 Liter.
Foto: Hersteller

Die technische Basis für den CrossBlue liefert der Modulare Querbaukasten (MQB), aus dem auch Modelle wie der neue VW Golf und der aktuelle Audi A3 entstanden sind. Die Antriebstechnik ist neu: Der CrossBlue fährt laut VW mit einem 190 PS starken Diesel, der mit zwei Elektromotoren und einem Lithium-Ionen-Akku zum Plug-in-Hybriden aufgerüstet wurde. Die Systemleistung beträgt 306 PS.

Tankdeckel für Strom und Diesel

Rein elektrisch soll der Wagen rund 30 Kilometer und maximal 120 km/h schaffen. So kommt das bis zu 204 km/h schnelle SUV laut VW auf einen Normverbrauch von 2,1 Litern (CO2-Ausstoß: 55 g/km). Fährt der CrossBlue bei leerem Akku nur mit dem Diesel, benötige er 4,9 Liter (CO2: 130 g/km).

Auffällig: Beide Flanken haben einen Tankdeckel. Auf der Beifahrerseite verbirgt sich darunter der Einfüllstutzen für den Dieseltank, auf der Fahrerseite sitzen zwei Steckdosen unter der Klappe. Während die eine zum Laden der Lithium-Ionen-Batterie dient, kann die andere beim Campingausflug eine Kühlbox oder eine Lampe mit Strom versorgen.

Der CrossBlue fährt mit einem 190 PS Diesel, der mit zwei Elektromotoren zum Hybriden aufgerüstet wurde.
Der CrossBlue fährt mit einem 190 PS Diesel, der mit zwei Elektromotoren zum Hybriden aufgerüstet wurde.
Foto: Hersteller

Geladen wird die Lithium-Ionen-Batterie an der Steckdose – oder während der Fahrt. Drückt der Fahrer das Lademodus-Knöpfchen, wird die Batterie via TDI geladen, um zum Beispiel bei der Ankunft in der Innenstadt lautlos und lokal emissionsfrei unterwegs sein zu können.

SUV spart Energie im „Segelflug“

Geht der Fahrer vom Gas oder bremst, ohne dass die Batterie ausreichend geladen ist, arbeiten beide Elektromotoren als Generatoren und speisen die beim Bremsen gewonnene Energie in den Lithium-Ionen-Akku ein. Der TDI ist in diesem Fall abgeschaltet und abgekoppelt. Ist die Batterie ausreichend geladen und der Fahrer nimmt den Fuß vom Gas, werden sogar alle Motoren vom Antriebsstrang entkoppelt – nun „segelt“ das SUV durch den Straßenverkehr.

Auf eine Serienfertigung will sich VW noch nicht festlegen. Entwicklungschef Ulrich Hackenberg macht aber keinen Hehl daraus, dass ein Fahrzeug dieser Art ganz oben auf seiner Agenda steht. In Branchenkreisen wird spätestens bis 2016 mit der Markteinführung gerechnet. (dmn, dpa, autonews)

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