Das britische Online-Portal „Confused“ hat vier Frauen und vier Männer auf eine jeweils 500 Meilen lange Autofahrt geschickt. Die Hälfte der Fahrt legten die Teilnehmer ohne Musik zurück. Die andere Hälfte fuhren sie unter dem Einfluss verschiedener Musikrichtungen. Dabei wurden Geschwindigkeit, Beschleunigungs- und Bremsverhalten der Fahrer überwacht.
Das Ergebnis: Eine Playliste mit Hip-Hop-Stücken ließ eine Fahrerin aggressiver beschleunigen und bremsen als die anderen Teilnehmer. Ein männlicher Proband fuhr unter dem Einfluss von Heavy Metal wesentlich schneller, als alle anderen. Und selbst als beruhigend geltende Klassik lenkte ab und führte bei Mann und Frau zu Fahrfehlern im Vergleich zur ohne Musik zurückgelegten Strecke.
Verantwortlich für das veränderte Fahrverhalten sei neben der Lautstärke vor allem das Tempo der Musik. Lieder, die deutlich schneller getaktet sind als der Ruhepuls des Menschen (60 bis 80 Schläge in der Minute) seien aufregend und verführten unbewusst zum Rasen, erläutert der Psychologe Dr. Simon Moore gegenüber „Confused“.
Entsprechend hätten Songs, deren Rhythmus dem Ruhepuls entspricht, einen positiven Einfluss auf den Fahrstil. Als beruhigende Musik-Beispiele werden in dem Bericht „Come Away With Me“ von Norah Jones oder „Tiny Dancer“ von Elton John genannt. (dmn, qui)
Die zehn Musikstücke, die im Experiment am meisten zu Unaufmerksamkeit und schnellem Fahren angestachelt haben, finden Sie zum Durchklicken in unserer Textgalerie.