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12. Dezember 2012

Strafzettel-Ranking: Die Knöllchen-Hochburgen Deutschlands

Verwarnungs- und Bußgelder für Autofahrer sind in vielen Kommunen ein fest eingeplanter Teil des Haushaltsetats. Foto: dpa

Deutschlands Städte sind knapp bei Kasse. Verwarnungs- und Bußgelder für Kfz-Halter sind da eine willkommene Möglichkeit, das Haushaltsbudget aufzubessern. Laut einer Schätzung wurden im vergangenen Jahr 450 Millionen Euro durch Strafzettel eingenommen.

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Deutschlands Städte sind knapp bei Kasse. Verwarnungs- und Bußgelder für Kfz-Halter sind da eine willkommene Möglichkeit, das Haushaltsbudget aufzubessern. Laut einer Schätzung wurden im vergangenen Jahr 450 Millionen Euro durch Strafzettel eingenommen.

Was einst offiziell in erster Linie zur Sicherheit im Straßenverkehr diente, entpuppt sich mittlerweile allzu oft als feste Größe in der kommunalen Haushaltsplanung. Das belegt nun eine Studie des Verbraucherportals preisvergleich.de. Hierzu wurden 116 Städte befragt, wie hoch ihre Einnahmen aus Verwarnungs- und Bußgeldern sind.

Die Zahlen sind allerdings nicht für alle Kommunen repräsentativ, da fast die Hälfte der angeschriebenen Städte Auskünfte zu diesem heiklen Thema verweigern. Grund: Kommunen geben ungern zu, wie umfangreich mittlerweile das Geschäft mit Verwarnungs- und Bußgeldern im Straßenverkehr ist. Gerade einmal 48 Städte waren bereit, Auskünfte über Verwarnungs- und Bußgelder für Autofahrer zu geben. 68 Städte drückten sich. Den Angaben zufolge wurde hier die Zahlen entsprechend hochgerechnet.

Ulm ist die Knöllchen-Hochburg Deutschlands

Laut Erhebung hat alleine Chemnitz seine Knöllchen-Einnahmen binnen eines Jahres um 50 Prozent gesteigert. Mainz und Nürnberg brachten an die vierzig Prozent mehr Geld ins Stadtsäckel als 2010, Ingolstadt und Erlangen nahmen 35 Prozent mehr ein. Gemessen an den in den Städten zugelassenen Kraftfahrzeugen ist Ulm die Knöllchen-Hochburg: Die Stadt nahm pro Fahrzeug 65 Euro durch Verwarnungs- und Bußgelder ein. Es folgten Schwerin und Bielefeld mit 63 Euro, vor Köln (61 Euro), Aachen (53 Euro) und Tübingen (52 Euro).

Alleine die zehn Städte mit den höchsten Einnahmen kassierten im Jahr 2011 insgesamt 100 Millionen Euro von ihren Autofahrern und Autofahrerinnen. In Duisburg oder Leipzig waren es jeweils 10 Millionen Euro, in Stuttgart 15 Millionen Euro. Rechnet man diese Geldbußen auf die Anzahl der pro Stadt zugelassenen Fahrzeuge um, kommt man alleine in Ulm auf sage und schreibe jährliche 65 Euro Strafzahlungen aus Verwarnungs- und Bußgeldern pro motorisiertem Vehikel. (dmn)

Das folgende Ranking zeigt die von preisvergleich.de ermittelten Durchschnittszahlungen aus Verwarnungs- und Bußgeldern pro Fahrzeug:

  • Ulm: 65 Euro
  • Schwerin: 63 Euro
  • Bielefeld: 63 Euro
  • Köln: 61 Euro
  • Aachen: 53 Euro
  • Tübingen: 52 Euro
  • Mannheim: 51 Euro
  • Stuttgart: 49 Euro
  • Leipzig: 47 Euro
  • Duisburg: 41 Euro
  • Lübeck: 40 Euro
  • Flensburg: 38 Euro
  • Münster: 37 Euro
  • Hamburg: 36 Euro
  • Erlangen: 32 Euro
  • Mainz: 30 Euro
  • Baden-Baden: 29 Euro
  • Chemnitz: 26 Euro
  • Trier: 22 Euro
  • Offenburg: 22 Euro
  • Neuss: 22 Euro
  • Solingen: 20 Euro
  • Freiburg: 20 Euro
  • Nürnberg: 20 Euro
  • Paderborn: 20 Euro
  • Moers: 19 Euro
  • Göttingen: 19 Euro
  • München: 19 Euro
  • Minden: 15 Euro
  • Recklinghausen: 13 Euro
  • Pirmasens: 12 Euro
  • Heide: 12 Euro
  • Traunstein: 10 Euro
  • Ingolstadt: 6 Euro

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