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02. Dezember 2013

Tannen-Transport: So fährt der Christbaum sicher

Gut gesichert kann man den Tannenbaum sorgenfrei nach Hause schaffen. Foto: Auto-Reporter

Alle Jahre wieder steht der Kauf des Weihnachtsbaums an. Oft soll er groß und üppig sein. Was aber viele außer Acht lassen, ist der Transport mit dem Auto. Denn dabei gibt es einiges zu beachten. Wir geben Ihnen Tipps.

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Ist das Auto groß genug, um den Weihnachtsbaum im Innenraum zu transportieren, sollte zum Schutz vor Harz und Schmutz eine Decke unter den Baum gelegt werden. Bleibt der Kofferraumdeckel offen, müssen Brems- und Rücklichter auf jeden Fall sichtbar bleiben.

Der Baum darf nach hinten nicht weiter aus dem Auto herausragen als 1,50 Meter und muss dann mit einer roten Fahne oder bei Dunkelheit mit einem roten Licht gekennzeichnet werden. Die Fahne sollte mindestens 30 mal 30 Zentimeter groß sein.

Außerdem empfiehlt sich, den Baum mit dem dicken Ende vom Stamm zuerst in den Kofferraum zu schieben, nachdem die Rückbank umgeklappt wurde. Am besten kommt ein Holzbrett zwischen den Fahrersitz und den Stamm: Denn geschieht ein Unfall und der Baum drückt unmittelbar durch die Lehne ins Kreuz, kann sich der Fahrer verletzen.

Außerdem muss der Baum so gesichert werden, dass er nicht auf die Straße fallen kann und dort andere Verkehrsteilnehmer gefährden könnte. Auch kann der Baum bei einer Notbremsung im Innenraum zum Geschoss werden. Deshalb muss er mit Gurten gut gesichert werden. „Irgendwelche Gummiriemen sind nicht geeignet“, sagt Sevn Rademacher vom Verkehrssicherheitsrat DVR in Bonn.

Transport auf dem Dach

Die ordnungsgemäße Befestigung ist bei einem Transport auf dem Dach natürlich noch wichtiger. Für das Festmachen auf dem Dach gilt, den Baum am besten nur mit Dachgepäckträger zu transportieren und ihn nicht direkt auf das Auto zu legen. Wie im Innenraum gehört auch auf dem Dach die Spitze der Tanne nach hinten, damit der Fahrtwind nicht in die Äste greifen kann. Der Fahrer sollte die Tanne mindestens an drei Stellen mit Gurten festzurren. Eine davon sollte das dicke Ende des Stamms sein. Fest genug sitzt der Baum, wenn er sich beim Ruckeltest maximal ein paar Zentimeter bewegen lässt.

ADAC-Studie: Vorsicht beim Weihnachtsbaum-Transport

Der Automobilclub AvD empfiehlt deshalb, die Spanngurte nicht nur um den Stamm oder den ganzen Baum zu wickeln, sondern auch zwischen den Zweigen zu befestigen. Die meist um die Bäume gewickelten Netze rutschen zwar selten, eignen sich aber dennoch nicht als Ankerpunkt für Befestigungen, da sie leicht reißen. „Der Bußgeldkatalog sieht für eine Verkehrsbehinderung durch verlorene Ladung einen Strafe von 35 Euro vor“, warnt AvD-Rechtsexpertin Petra Schmucker, „bei Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer sind es sogar 50 Euro und ein Punkt in Flensburg“.

Bußgelder für falsche Beladung

Auch auf dem Dach darf die Tanne mit roter Fahne maximal 1,5 Meter weit nach hinten ragen – nach vorne über das Fahrzeug oder gar zur Seite überhaupt nicht. Ist die Ladung nicht ordnungsgemäß gesichert, kann die Polizei bei einer Verkehrskontrolle Verwarnungs- oder Bußgelder zwischen 35 und 150 Euro verhängen und dem Fahrer die Weiterfahrt verbieten. Außerdem drohen Punkte in Flensburg. Wer durch Beladungsfehler fahrlässig einen Unfall verursacht, muss laut Strafgesetzbuch unter Umständen sogar mit einer Freiheitsstrafe rechnen.

Beim Transport der Tanne geht es aber nicht nur um die Sicherheit. Denn wer bei all den Gurten die Unterlage vergisst, hat später viel Arbeit mit dem Saubermachen. Also eine alte Decke oder ein altes Bettlacken in den Kofferraum legen, bevor der Baum hineinkommt, rät Rademacher. Klebt am Ende doch etwas Harz im Stoff, gibt es dafür spezielle Reinigungsmittel. Für den Transport auf dem Dach heben Fahrer und Beifahrer die Tanne besser zu zweit auf den Gepäckträger, damit sie nicht über den Lack schrammt. (dpa, AvD, Auto-Reporter, qui)

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