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06. September 2012

Verhaltenstipps: Was am Unfallort zu tun ist

Notruf absetzen, Warndreieck aufstellen und Erste Hilfe leisten – das richtige Verhalten am Unfallort kann Leben retten. Foto: ADAC

Das richtige Verhalten am Unfallort kann Leben retten – egal ob als Beteiligter, als Ersthelfer oder einfach nur als einer der vielen Autofahrer im Stau hinter der Unfallstelle. Wir geben Tipps, worauf zu achten und was zu tun ist.

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Ganz links, ganz rechts oder besser in der Mitte? Nicht jeder Autofahrer reagiert im Stau richtig, wenn von hinten ein Rettungswagen angebraust kommt. Und die Unsicherheit nimmt zu, sagen Notfallärzte. Das bringt Menschenleben in Gefahr.

„Der eine fährt nach rechts weg, der andere nach links und schon geht nichts mehr“, sagt Peter Sefrin, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der in Bayern tätigen Notärzte (AGBN). Dieses Problem hätten er und seine Kollegen nicht nur auf den Autobahnen. „Das ist sogar auf normalen Straßen so.“

Auf der linken Spur nach links, auf den übrigen Spuren nach rechts fahren – so entsteht die Rettungsgasse.
Auf der linken Spur nach links, auf den übrigen Spuren nach rechts fahren – so entsteht die Rettungsgasse.
Foto: Auto-Reporter.net

So bildet man die Rettungsgasse

Grundsätzlich gibt es aber nur eine Regel: Die Autofahrer ganz links fahren nach links, alle anderen nach rechts – egal, wie viele Spuren es gibt. Eine Rettungsgasse ist laut Straßenverkehrsordnung auf Straßen mit mehr als zwei Spuren vorgeschrieben.

Wer die Rettungsgasse nicht vorschriftsmäßig bildet, begeht eine Ordnungswidrigkeit. Für ankommende Rettungsfahrzeuge ist der Standstreifen außerdem als Rettungsweg nicht geeignet, da er oft nicht durchgehend ausgebaut ist oder von liegengebliebenen Fahrzeugen blockiert wird.

Damit man als Ersthelfer weiß, was zu tun ist, sollten man regelmäßig Auffrischungskurse in Erster Hilfe besuchen.
Damit man als Ersthelfer weiß, was zu tun ist, sollten man regelmäßig Auffrischungskurse in Erster Hilfe besuchen.
Foto: ADAC

Verhalten am Unfallort

Wer als Ersthelfer an eine Unfallstelle kommt, ist häufig verunsichert, wie er sich richtig verhalten soll. Prinzipiell gilt, dass die Eigensicherung immer Vorrang hat, um nicht selbst zu Schaden zu kommen. Auch wer sich nicht gut genug in Erster Hilfe geschult fühlt, kann helfen.

Für die ersten Schritte, die vor Ort zu tun sind, gibt der ADAC folgende Tipps:

  • Sieht man einen Unfall, sofort die Warnblinkanlage einschalten und in sicherem Abstand zur Unfallstelle auf dem Standstreifen anhalten.

  • Warnweste anziehen, vorsichtig aussteigen, möglichst hinter der Leitplanke laufen und das Warndreieck mindestens 100 Meter (auf der Autobahn 150 Meter) vor der Unfallstelle aufstellen.

  • Über die Nummer 112 einen Notruf absetzen, der folgende Informationen beinhaltet: Wo hat sich der Unfall ereignet? Was ist passiert? Wie viele Personen sind beteiligt? Welche Verletzungen gibt es? Wichtig: Rückfragen der Notrufzentrale abwarten.

  • Wer geschult ist, sollte zuerst die lebenswichtigen Funktionen des Unfallopfers überprüfen. Bei Bewusstlosigkeit und normaler Atmung den Betroffenen in die stabile Seitenlage bringen.

  • Atmet das Unfallopfer nur noch unregelmäßig oder gar nicht, die Herz-Lungen-Wiederbelebung durchführen. Starke Blutungen mit einem Druckverband stillen und gegebenenfalls unter Schock stehende Personen betreuen.

  • Wer nicht geschult ist und sich keine Sofortmaßnahmen am Unfallort zutraut, sollte die Unfallopfer dennoch nicht alleine lassen bis die Rettungskräfte eintreffen. 

Automobilclubs empfehlen regelmäßige Schulungen in Erster Hilfe. Informationen finden Sie auf den Seiten des Deutschen Roten Kreuzes, des Malteser Hilfsdienstes und beim ADAC.

Hohe Bußgelder für Gaffer

Gaffen statt zu helfen, ist nicht nur rücksichtslos und gefährlich, sondern kann auch teure Konsequenzen haben. Das Bußgeld reicht von 40 bis zu 5000 Euro, wenn Einsatzkräfte behindert werden. (dpa, ADAC, dmn)

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