Audi präsentiert auf der Auto China nach dem Q3 Vail, den die VW-Tochter voriges Jahr in Detroit zeigte, nun eine weitere sportliche SUV-Studie. In einem auffälligen Blau zeigt sich der Q3 RS Concept. Sein 2.5-TFSI-Motor kombiniert Direkteinspritzung und Turboaufladung. Der Allrad-Sportler ist 360 PS stark, sprintet in 5,2 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h und erreicht 265 km/h Spitze.
Deutsche Hersteller bauen zudem gerne komfortabel ausgestattete Stretch-Versionen ihrer Erfolgsmodelle für den chinesischen Markt. So zeigt BMW in Peking zum Beispiel einen um elf Zentimeter in der Länge gestreckten 3er. Entwickelt wurde der Stretch-Dreier in Deutschland, produziert wird er allerdings im chinesischen Shenyang.
Daimler stellt ein gemeinsam mit seinem chinesischen Partner BYD entwickeltes Elektroauto vor, das in China ab 2013 unter der Marke „Denza“ auf den Markt kommen soll.
Foto: HerstellerDarüber hinaus zeigen die Münchner in Peking eine seriennahe Studie des BMW i8, den Concept Spyder. Der offene zweisitzige Sportwagen weicht von dem ursprünglich als 2+2-Sitzer konzipierten i8 ab. Er ist kürzer und die Türen sind nicht mehr transparent wie noch bei der ursprünglichen Studie. Die Vorderachse wird von einem 131 PS starken Elektromotor angetrieben, die Hinterachse von einem Dreizylinder-Turbobenziner mit 223 PS.
Mercedes stellt in Peking das Facelift der G-Klasse aus. Die Schwaben haben ihren Gelände-Klassiker behutsam aufgefrischt, ohne den Charakter des urigen Kastens zu beschneiden. Ins Auge fallen zum Beispiel LED-Tagfahrleuchten. Außerdem soll Mercedes den CLA, eine kompakte Limousine auf Basis der neuen A-Klasse, im Gepäck haben.
Cayenne im Kreise der Kopien
Porsche präsentiert den Cayenne in der neuen GTS-Variante. Optisch unterscheidet sich der Cayenne GTS vom Basismodell unter anderem durch das vom Cayenne Turbo übernommene Frontdesign, weiter ausgestellte Radhäuser, breitere Schwellerverkleidungen und einen charakteristischen Dachspoiler mit Doppelflügelprofil.
Plagiat
Der Beiqi B80VJ von BAIC kopiert ungeniert einen Mercedes-Klassiker, die G-Klasse. Zusätzlich nimmt der Kühlergrill eine Anleihe beim Kult-Japaner Suzuki Jimny.
Foto: HerstellerDer Cayenne ist in China sehr beliebt und es ist ein sicherlich nicht gern gesehenes Kompliment an die Designer und Ingenieure aus Stuttgart, dass der Cayenne in Peking in Gesellschaft zahlreicher mehr oder weniger eindeutiger Kopien chinesischer Hersteller zu sehen ist.
Ferrari feiert in Peking sein China-Jubiläum. Vor zwanzig Jahren wurde der erste Achtzylinder-Sportler aus Maranello nach China geliefert. Damals war es ein 348 TS. Heute legt Ferrari zum Jubiläum eine Sonderedition des 570 PS starken 458 Italia auf mit vergoldeten Felgen, einem goldenen Drachen auf der Haube und schwarzen Rallye-Streifen.
Porsche feiert mit der zweiten Generation des Cayenne GTS Premiere bei der Motorshow in Peking (27. April bis 2. Mai).
Foto: HerstellerFiat zeigt seine neue kompakte Limousine Viaggio, die in China als „Fei Xiang“ angeboten wird. Bisher hat der Hersteller nur Detailaufnahmen veröffentlicht. Das gemeinsame Modell des Fiat-Chrysler-Konzerns hat die gleiche Plattform wie die Alfa Giulietta und der Dodge Dart. Der Viaggio ist das erste Modell, das im neuen GAC-Fiat-Werk in Changsha (Provinz Hunan) produziert wird.
Citroen zeigt mit der Studie DS9 in Peking eine 4,93 Meter lange Sportback-Limousine, die an den Porsche Panamera erinnert, jedoch deutlich mit 1,27 Metern Höhe noch flacher ist. Die Studie ist als Plug-in-Hybrid ausgelegt mit einem 225 PS starken Benziner und einem 70 PS Elektromotor. Sie trägt Züge der Design-Studie „Metropolis“, die 2010 in Shanghai zu sehen war. (FR, qui)
Auch weniger bekannte Unternehmen wie Changan aus China oder Yo-Auto aus Russland zeigen auf der IAA ihre Fahrzeuge. Diese Autos sind oft sehr speziell und manche erinnern frappierend an Modelle anderer Hersteller.
Foto: Sebastian Quillmann