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28. März 2012

Bußgeldkatalog: Die Verkehrssünden der Radfahrer

Wer meint, Verkehrsverstöße auf dem Fahrrad werden nicht geahndet, der irrt sich. Die Sanktionen reichen vom einfachen Verwarngeld bis zum Entzug des Führerscheins. Foto: dpa

Sie telefonieren, missachten rote Ampeln und fahren Schlangenlinien. Doch auch Fahrradfahrern, die gegen die Verkehrsregeln verstoßen, drohen Konsequenzen. Die Sanktionen reichen vom Verwarngeld bis zum Entzug des Führerscheins.

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Freihändig radeln ist verboten, wird aber nur mit fünf Euro Bußgeld geahndet. Richtig teuer wird es, wenn Radfahrer im Straßenverkehr Straftaten begehen. Ein Bußgeldbescheid beläuft sich dann schnell auf mehrere hundert Euro, zudem gibt es Punkte in der Flensburger Verkehrssünderdatei, und es droht sogar der Entzug des Autoführerscheins.

Eine Regel besagt: Der amtliche Bußgeldkatalog führt nicht alle Ordnungswidrigkeiten von Radfahrern ausdrücklich auf. Nicht explizit genannte Delikte werden mit der Hälfte des Bußgeldregelsatzes für Autofahrer bestraft, allerdings nur in den infrage kommenden Fällen. So werden Geschwindigkeitsüberschreitungen durch Radler nur sehr selten vorkommen, zum Beispiel in einer Tempo-30-Zone mit Gefälle.

In Großstädten wie Berlin gehört das Rotlicht-Delikt fast schon zum guten Ton. Es gibt kaum eine Haltephase, in der nicht doch noch eben ein Radler über die Kreuzung saust. Doch das ist kein Kavaliersdelikt. Dieses riskante Verhalten kann den Radler ab 45 Euro Bußgeld kosten und einen Punkt im Flensburger Zentralregister einbringen.

Denn beim Rotlicht-Verstoß kommt wie bei anderen Verkehrsdelikten eine weitere Grundregel zum Tragen: Liegt das Bußgeld bei 40 Euro oder höher, gibt es mindestens einen Punkt in der Verkehrssünderkartei. Dies gilt für Autofahrer ebenso wie für Radler.

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) empfiehlt generell, Bußgeldbescheide zu prüfen. Es komme vor, dass die Bußgeldstelle vor allem bei Rotlichtverstößen versehentlich den vollen Bußgeldsatz für Kraftfahrer verlangt und drei oder vier Punkte in Flensburg eintragen lassen will. Bei Strafen ab 40 Euro kommt immer eine Verwaltungsgebühr von 23,50 Euro hinzu. (dpa, dmn)

Mehr Informationen zu den Delikten der Radfahrer und wie sie bestraft werden finden Sie in unserer Bildergalerie (oben).

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