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18. Februar 2016

Verloren, gestohlen: Das ist zu tun, wenn der Autoschlüssel weg ist

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Die Tür fällt zu, der Schlüssel steckt. Vor allem bei älteren Modellen sperren sich Autofahrer leicht aus.  Foto: ADAC

Hektisches Suchen in den Hosentaschen: Wo ist der Autoschlüssel? Besonders übel ist es, wenn man sich ausgesperrt hat. Doch auch, wenn der Schlüssel geklaut oder verloren wurde, sind Autofahrer meist ratlos. Hier erfahren Sie, was zu tun ist.

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Schritt eins: Ist der Autoschlüssel unauffindbar oder gestohlen, muss so schnell wie möglich die Kasko-Versicherung informiert werden. Am besten schriftlich!

Wurde in der Zwischenzeit das Auto gestohlen, muss der Versicherte erklären, wo die Schlüssel sind, bzw. wie sie abhanden kamen. Es gilt jedoch: Nur, wenn die Versicherung schwerwiegende Zweifel an der Glaubwürdigkeit des Bestohlenen hat, darf sie die Zahlung verweigern.

Versehentlich oder fahrlässig?

Auch, wenn die Versicherung den Wagen als gestohlen ansieht, kann es zu einer Kürzung des Anspruchs kommen. Dann nämlich, wenn der Versicherungsnehmer grob fahrlässig gehandelt hat. In einem Fall wurden einem Autobesitzer 25 Prozent der Leistungen gekürzt, da er seinen Wagen vor einer Sporthalle parkte und den Fahrzeugschlüssel in der Halle liegen ließ. Einer Versicherten wurden sogar 50 Prozent gestrichen, da sie während ihrer Nachtschicht im Seniorenheim den Pkw-Schlüssel im nicht abgeschlossenen Aufenthaltsraum abgelegt hatte.

Auch die Polizei sollte beim Diebstahl des Schlüssels eingeschaltet werden. Geht der Schlüssel "nur" verloren, erübrigt sich der Gang zur Polizei.

Neuen Schlüssel beantragen

Nächster Schritt: Auf zum Vetragshändler, dort muss ein neuer Schlüssel bestellt werden. Wichtig: Personalausweis und Fahrzeugschein beziehungsweise Zulassungsbescheinigung mitbringen. Je nach Hersteller kann es einige Tage dauern, bis Ersatz da ist.

Bei dem neuen Schlüssel wird anschließend in der Werkstatt die Fahrzeugelektronik angepasst. Dafür ist meist auch der Zweitschlüssel erforderlich, denn auch er wird neu programmiert. Die Kosten können sich auf mehrere Hundert Euro belaufen.

Schwachstelle Kofferraum

Manchmal weiß man zwar ganz genau, wo der Schlüssel ist, leider kommt man nicht an ihn heran. Das Auto ist abgeschlossen, der Schlüssel noch im Wageninnern. Vor allem bei älteren Fahrzeugen mit mechanischen Schlüsseln schließen sich Autofahrer immer wieder aus. Die moderne Technik dagegen nimmt Schlüssel in Schutz. Schon mit einer Zentralverriegelung ist es recht schwierig, den Wagen so zu verschließen, dass der Schlüssel drinnen und der Fahrer draußen ist.

Eine Schwachstelle bleibt jedoch: der Kofferraum. Wer den Wagen schließt, solange die Heckklappe noch offen steht und nach dem Ein- oder Ausladen den Deckel zumacht, und feststellt, dass der Schlüssel im Kofferaum liegt, hat das Nachsehen.

Pannendienst rufen

Nur bei wirklich sehr alten Autos kann der Ausgeschlossene mit einem Stück Draht durch die Türfuge versuchen, das Knöpfchen von innen zu öffnen. Alle anderen müssen sich an den Pannendienst wenden.

Allerdings muss man in der Regel keine geborstenen Scheiben fürchten. Die Experten schaffen es meist den Wagen mit Hebeln und Drähten zu öffnen. Wer Mitglied in einem Automobilclub ist, zahlt in der Regel nichts. Für alle anderen kann es teuer werden, denn die Kaskoversicherung zahlt in der Regel nicht.

Mit den Keyless-Systemen kann man sich nicht mehr selber einschließen. Doch es gibt andere Risiken.  Foto: dpa
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Vor- und Nachteile von Keyless-Systemen

Bei Autos mit so genannten Keyless-, also schlüssellosen Zugangssystemen, die ausschließlich mit Funk arbeiten, ist das Aussperren unmöglich. Statt eines Schlüssels hat der Fahrer lediglich einen Sender, den er in der Tasche lässt.

Um den Wagen zu schließen, muss der Besitzer erst einen Knopf drücken. Von selbst verriegelt das System die Türen nicht.

Ohne Risiko sind die Systeme jedoch nicht, da Autodiebe das Funksignal stören können, um zu verhidnern, dass das Auto sich verriegelt.

Notschlüssel immer dabei

Jedes Auto hat irgendwo ein mechanisches Notschloss, mit dem mindestens eine Tür aufgesperrt werden kann. Der meist mitgelieferte Notschlüssel gehört daher nicht in den Wagen, oder an den Schlüsselbund, sondern in die Brieftasche und sollte immer mitgeführt werden.

Sollte der Notschlüssel bei einem Gebrauchtwagen nicht vorhanden sein, kann er von jedem Schlüsseldienst hergestellt werden. Dieser ermöglicht zwar nicht das Fahren, öffnet jedoch die Tür oder den Kofferaum - und der Fahrer kann an seinen Schlüssel im Innern.

Der Notschlüssels sollte niemals am Fahrzeug selbst versteckt werden: Auch Diebe kennen die gängigen Verstecke und die Versicherung beruft sich im Zweifel auf grobe Fahrlässigkeit.

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