Im Winterurlaub sind Schneeketten oft der einzige Weg, um mobil zu bleiben. Sie geben den Antriebsrädern Halt auf dem glatten Untergrund - sofern sie richtig montiert sind. „Das will geübt sein“, sagt Christian Buric vom ADAC.
Grundsätzlich gilt: Die Ketten sind vor schneebedeckten Steilpassagen zu montieren und nicht erst, wenn man im Schnee steckengeblieben ist. Außerdem: Vorbereitung ist fast alles. Die Montage der Ketten sollte unbedingt in der warmen Garage geübt werden.
Wann braucht man Schneeketten?
Die Ketten sollten spätestens am Fuße schneebedeckter Steilpassagen aufgezogen werden - und nicht erst, wenn der Wagen schon festgefahren ist. Eine Schneekettenpflicht gibt es in Deutschland zwar nicht, aber zum Beispiel in Österreich. In den meisten Ländern, darunter auch Italien, Frankreich und die Schweiz, schreiben Verkehrsschilder den Einsatz auf bestimmten Straßen vor. Wer sich nicht daran hält, riskiert ein Bußgeld.
Foto: ADACHier hat man genug Zeit sich stressfrei mit der Anleitung und den Ketten selbst vertraut zu machen. Für reibungsloses Montieren ist es wichtig, immer Handschuhe dabei zu haben. Eine wasserfeste Unterlage zum Hinknien und eine Stirnlampe für das Kettenaufziehen bei Dunkelheit sollten ebenfalls im Auto sein.
Für die richtige Vorbereitung ist es auch wichtig zu wissen, wie es um die Verfügbarkeit der Schneeketten steht. Für manche Fahrzeug-Reifen-Kombinationen ist es nämlich gar nicht so leicht, Ketten zu bekommen. Deswegen sollte man diesbezüglich vor dem Kauf und dem Aufbruch in ein Wintersportgebiet in die Bedienungsanleitung des Fahrzeugs schauen.
Manchmal kann es notwendig sein, beim Fahrzeughersteller nachzufragen, ob spezielle Ketten erforderlich sind – insbesondere, wenn Reifen mit niedrigem Querschnitt montiert sind oder wenn nur eine Reifendimension zugelassen ist.