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Auto
Hier lesen Sie Auto-Nachrichten. Welche Neuheiten zeigt die nächste Auto-Messe? Was sagt der jüngste ADAC-Test? Welche Tipps helfen beim Autokauf?

06. Oktober 2012

Pariser Salon 2012: Vernunft-Autos und überraschende Studien

Porsche hat beim Pariser Salon seinen ersten Kombi vorgestellt, den Panamera Sport Turismo. Foto: dpa

Der Pariser Autosalon dauert noch an bis zum 14. Oktober. Die großen Premieren sind inzwischen gefeiert. Es ist also Zeit, Bilanz zu ziehen und die Höhepunkte zu zeigen: die lange erwarteten, die überraschenden und die zukunftsweisenden Autos.

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Die Palette der in Paris gezeigten Auto-Modelle trägt weitgehend den Stempel der Vernunft: Volumenmodelle, die auf eine breite Käuferschicht zielen, stehen im Mittelpunkt. Wer zum Beispiel auf den Stand von Opel kommt, sieht dort nur ein einziges Auto: den neuen Kleinwagen Adam. Auf dem Flitzer im Format eines Mini oder Fiat 500 liegen die großen Hoffnungen des angeschlagenen Autobauers.

VW konzentriert sich ganz auf den neuen Golf und zeigt ihn zugleich als sparsamen Golf Blue Motion (3,2 Liter Diesel/ 100 Kilometer) sowie als seriennahe Studie des kommenden Kompaktsportlers Golf GTI. Überraschend daran ist allenfalls der vorgezogene Blick auf den GTI, dessen Auftritt ursprünglich für den Genfer Salon im kommenden Jahr erwartet wurde. Aber die Wolfsburger können auf die große Fangemeinde ihres Bestsellers vertrauen.

BMW hat mit dem Active Tourer seinen ersten Van als Studie vorgestellt. In Serie gehen soll er als Fronttriebler mit Dreizylinder.
BMW hat mit dem Active Tourer seinen ersten Van als Studie vorgestellt. In Serie gehen soll er als Fronttriebler mit Dreizylinder.
Foto: dpa

Ein BMW-Van und ein Porsche-Kombi

Auch Premiumhersteller wie BMW und Porsche setzen auf Vernunft-Autos. BMW zeigt die seriennahe Studie des Active Tourer, die binnen Jahresfrist nicht nur zum ersten Van der Marke reifen soll, sondern auch als erster BMW mit Frontantrieb und Dreizylindermotor fahren wird, wie eine Unternehmenssprecherin sagte. Ein Bruch mit Konventionen der Marke, der schon bei der Ankündigung der Studie überraschte.

Nachdem Porsche bereits mit dem viertürigen Coupé Panamera die Tradition der Sportwagenmarke durchbrochen hat, präsentieren die Schwaben ihr Flaggschiff in Paris nun auch noch als Kombi. Der Skepsis der Puristen setzt Porsche ein formschönes Design entgegen.

Das Modellkonzept mit großem Kofferraum heißt Sport Tourismo. Diese Karosserievariante des Panamera und auch der Plug-in-Hybridantrieb mit 306 kW/416 PS Systemleistung unter dem elegant geformten Blech sind nach Informationen aus Unternehmenskreisen für die nächsten Jahre fest eingeplant.

Mit der Studie Crosslane zeigt Audi das mögliche Design eines künftigen Q2.
Mit der Studie Crosslane zeigt Audi das mögliche Design eines künftigen Q2.
Foto: Autonews

Kleines Audi-SUV mit Coupé-Elementen

Audi entdeckt in Paris seine Liebe zum kleinen SUV und überrascht mit der Studie Crosslane. „Neues aus der Q-Familie“ war vor der Messe angekündigt.

Die Studie, die mit langer Haube daherkommt und mit Coupé-Designelementen spielt, gibt einen Ausblick darauf, wie sich die Bayern einen Q2 vorstellen könnten, sagt Pressesprecher Josef Schlossmacher. Der Crosslane ist noch einmal 15 Zentimeter kürzer als der Audi Q3.

Daimler hält an E-Autos fest

Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer von der Uni Duisburg-Essen formulierte mit Blick auf die derzeitigen Trends in den Entwicklungsabteilungen provokant: „Elektro stirbt“. Doch Mercedes hat sich in Paris mit Nachdruck dieser Prognose entgegengestellt.

Der Mercedes SLS AMG Electric Drive soll der schnellste Serien-Elektrosportwagen der Welt sein.
Der Mercedes SLS AMG Electric Drive soll der schnellste Serien-Elektrosportwagen der Welt sein.
Foto: Autonews

Die Stuttgarter enthüllten den SLS Electric Drive, der als Serienfahrzeug für mindestens 416.500 Euro im Juni nächsten Jahres in den Handel kommen soll.

Seine vier E-Motoren kommen auf  751 PS, der Sprintwert liegt bei 3,9 Sekunden. Die elektrische B-Klasse soll es ab 2014 zu kaufen geben – mit ihr dürfte Mercedes einen größeren Kundenkreis ansprechen.

Traum- und Sportwagen

Ganz ohne leistungsstarke Studien und teure Traumwagen geht es auf einer wichtigen Automesse wie dem Pariser Salon natürlich nicht. Die kommen von den üblichen Verdächtigen: So hat Jaguar zum ersten Mal seit 50 Jahren wieder einen zweisitzigen Sportwagen aufgelegt und bringt den F-Type an den Start, der die Formensprache des legendären E-Type aus den 60er und 70er Jahren zitiert.

Leider nur eine Fingerübung der Designer: der sportliche Peugeot Onyx.
Leider nur eine Fingerübung der Designer: der sportliche Peugeot Onyx.
Foto: dpa

Wer es schneller mag und das nötige Geld auf der hohen Kante hat, den lockt McLaren mit der Aussicht auf den neuen Supersportwagen P1. 20 Jahre nach dem Debüt des legendären McLaren F1 könnte der P1 seinen Vorgänger bald in den Schatten stellen: Mit angeblich knapp 980 PS und einem Hybridsystem aus der Formel-1 soll er 380 km/h erreichen. So exorbitant wie diese Fahrleistungen ist auch der Preis, über den gemunkelt wird: 1,5 Millionen Euro.

Für Aufsehen sorgte die Peugeot-Sportwagenstudie Onyx. Die aufregend gezeichnete Flunder mit blankem Kupfer an den Kotflügeln im Kontrast zu schwarz-mattem Karbon ist ein. 680 PS sollen Achtzylinder und Elektromotor gemeinsam leisten. Doch den Mut zur Serienproduktion mag der Hersteller nicht aufbringen – schade, eigentlich. Der Onyx bleibt eine Fingerübung der Designer. (dpa, qui)

Sehen Sie hier die Neuheiten und die Sportwagen-Highlights der Messe im Überblick:

Wir zeigen Ihnen die Flops der Messe in Paris.

Hier sehen Sie die Autos der deutschen Hersteller in Paris.

Sehen Sie hier die Öko-Autos des Pariser Salons 2012.

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