Wurden die Kopien am Anfang noch als stümperhaft belächelt, gleichen sie inzwischen dem Original immer mehr. So wirkt der Lifan 320, dessen Facelift kürzlich auf der Guangzhou Autoshow gezeigt wurde, wie ein weiterer Mini-Ableger aus dem Hause BMW.
Ein weiteres Beispiel ist die G-Klasse von Mercedes: Der Autobauer BAIC (Beijing Automotive Industry Holding) hat sich den Gelände-Klassiker aus Stuttgart vorgenommen. Das Modell mit der etwas sperrigen Bezeichnung Beiqi B80VJ kommt der Optik des Originals erschreckend nahe. Lediglich für den Kühlergrill haben sich die chinesischen Designer bei dem ebenso legendären Suzuki Jimny bedient.
Plagiat
Der Beiqi B80VJ von BAIC kopiert ungeniert einen Mercedes-Klassiker, die G-Klasse. Zusätzlich nimmt der Kühlergrill eine Anleihe beim Kult-Japaner Suzuki Jimny.
Foto: HerstellerÜberhaupt bedienen sich die meisten Plagiate gleich bei mehreren anderen Fahrzeug-Modellen: So sieht der Geländegänger Huanghai Landscape an der Front wie die M-Klasse von Mercedes aus, am Heck fühlt man sich allerdings stark an den Kia Sorento erinnert.
Exotisch ist auch die Mischung aus Renault Megane Coupé-Cabriolet und Mercedes CLK Cabriolet: Der BYD S8 ist dem Stuttgarter wie aus dem Gesicht geschnitten, von hinten könnte man ihn allerdings auch mit dem offenen Franzosen verwechseln.
Noch mehr dreiste Auto-Kopien aus China zeigen wir oben in der Bildergalerie. (tn)
Auch weniger bekannte Unternehmen wie Changan aus China oder Yo-Auto aus Russland zeigen auf der IAA ihre Fahrzeuge. Diese Autos sind oft sehr speziell und manche erinnern frappierend an Modelle anderer Hersteller.
Foto: Sebastian Quillmann