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30. Oktober 2012

Tata und Jiangnan: Das kosten die billigsten Autos der Welt

Der indische Tata Nano ist ab etwa 2000 Euro zu haben. Das billigste Auto der Welt ist aber als spartanischer fahrbarer Untersatz selbst in seinem Herkunftsland kein großer Verkaufsschlager. Foto: Hersteller

Vorerst plant VW für Europa keine Billig-Marke nach Vorbild der Renault-Tochter Dacia. Dafür will Volkswagen günstige Modelle in China und Indien anbieten. Dort gibt es allerdings bereits die billigsten Autos der Welt.

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Deutsche Kunden dürften vergebens auf ein Billigauto aus dem Hause VW warten. Konzernchef Martin Winterkorn bestätigte zwar, dass VW über ein Low-Budget-Modell zu einem Preis zwischen 6000 und 8000 Euro nachdenkt. „Das ist ein Thema, mit der wir uns zurzeit beschäftigen.“ Auf die Frage, ob ein solcher Wagen auch in Europa angeboten werden könnte, antwortete er jedoch: „Momentan nicht.“

Vor zwei Wochen waren Überlegungen zu einer Billigmarke durchgesickert. Renault ist schon seit längerer Zeit mit seiner Tochter Dacia erfolgreich unterwegs. Winterkorn kann sich nach eigenen Worten durchaus vorstellen, dass auch VW einen ausgewachsenen Wagen von 4,20 bis 4,30 Meter Länge für kleines Geld anbietet – allerdings nur in Schwellenländern wie Indien und China. „Ob wir das hinkriegen, weiß ich noch nicht.“

In Deutschland ist der billigste VW derzeit der Kleinstwagen Up, der knapp 10.000 Euro in der Grundversion kostet. Die Schwestermodelle Skoda Citigo und Seat Mii sind in ihren Basisversionen unter 9000 Euro zu haben. „Wenn wir über ein Low-Budget-Car reden, sind eher Fahrzeuge gemeint, die größer sind, aber trotzdem preisgünstig bleiben sollen“, erläuterte Winterkorn. Bis wann eine Entscheidung für ein solches Modell fallen könnte, ließ der VW-Chef offen.

Tiefstpreise in China und Indien

Gerade in China und Indien ist die Konkurrenz um die niedrigsten Preise auf dem Auto-Markt hoch. Ausländische Hersteller bieten abgespeckte Versionen ihrer weltweiten Modelle an oder bauen in Joint Ventures mit indischen und chinesischen Autobauern kleine Low-Tech-Autos im Preissegment um die 3.000 Euro. Mit den europäischen Ansprüchen an Ausstattung und Sicherheit können diese Fahrzeuge allerdings nicht mithalten.

Als Negativ-Beispiel gilt der indische Tata Nano. Das billigste Auto der Welt kostet ab 2000 Euro, verkauft sich aber selbst in seinem Herkunftsland schleppend. Das Projekt eines Tata Nano für Europa scheint abgeblasen.

Kunden wollen mehr als „billig“

„Billig alleine ist kein Erfolgsrezept“, sagt Prof. Franz-Rudolf Esch vom Automotive Institute for Management in Wiesbaden. So legten auch deutsche Autokäufer, die den gesellschaftlichen und finanziellen Anschluss bei den Premiummarken verloren hätten, neben dem guten Preis eines Neuwagens Wert auf hohe Qualität, viel Platz und klares, aber unauffälliges Design. (dpa, dmn)

In unserer Bildergalerie zeigen wir Ihnen die billigsten Autos der Welt.

Mehr Informationen über günstige Neuwagen von VW, Dacia und Co. finden sie hier.

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