kalaydo.de Anzeigen

Auto
Hier lesen Sie Auto-Nachrichten. Welche Neuheiten zeigt die nächste Auto-Messe? Was sagt der jüngste ADAC-Test? Welche Tipps helfen beim Autokauf?

22. März 2012

Techno Classica 2012: So selten schön ist Pegaso

 Von Sebastian Quillmann
Auf der Techno Classica in Essen gibt es eine Sonderschau der spanischen Sportwagen-Marke Pegaso aus den 50ern. Sie gehören zu den seltensten Oldtimern der Welt. Foto: Sebastian Quillmann

Die Techno Classica in Essen zeigt die laut Veranstalter bisher größte Schau seltener Pegaso-Sportwagen auf einer Messe. Die spanischen Sportler aus den 50er Jahren gehören zu den seltensten Fahrzeugen der internationalen Oldtimer-Szene.

Drucken per Mail

Das Emblem mit dem fliegenden – nicht geflügelten – Pferd kennt man heute vielleicht noch aus dem Spanienurlaub und hat es dort auf dem Kühler eines Lasters oder eines Busses gesehen. Doch Pegaso, heute die spanische Marke der Fiat-Nutzfahrzeugsparte Iveco, war einmal ein eigenständiger Hersteller. Nur zwischen 1951 und 1958 baute Pegaso Sportwagen, die mit eleganten Blechkleidern namhafter Karosseriebauer wie Touring Superleggera aus Mailand und Saoutchik aus Paris versehen wurden.

So gleicht kaum eines der handgefertigten Exemplare dem anderen. Es wurden in der kurzen Geschichte der Pegaso-Sportwagen überhaupt nur zwischen 86 und 112 Fahrzeuge gebaut. Davon existieren heute vielleicht noch weltweit 69 Stück, schätzt Anton Leon Franssen, Veranstalter der Techno Classica (21. bis 25. März). Über zwanzig der Fahrzeuge sind nun auf der Oldtimer-Messe in Essen zu sehen.

Während des Franco-Regimes entstand 1945 als Nachfolger des Autoherstellers Hispano Suiza das Unternehmen Enasa, das in Barcelona vorwiegend Nutzfahrzeuge unter dem Markennamen Pegaso baute. Enasa-Chef Wilfredo Ricard, der zuvor Motoren für Alfa Romeo konstruiert hatte, entwarf als Prestige-Objekt einen Sportwagen, der in Kleinserie gebaut werden sollte, den Pegaso Z-102. Als seinerzeit schnellstes Auto der Welt wurde das 230 km/h schnelle Coupé im Jahr 1951 auf dem Pariser Automobilsalon präsentiert.

Karosserien von Meisterhänden

Es gab ab Werk zwei V8-Motoren, einen mit 2,5 und einen mit 2,8 Litern Hubraum. Ab 1954 gab es nur noch die 2,8-Liter-Maschine mit und ohne Kompressor-Aufladung. Hinzu kam ein neuer 3,2-Liter-Motor. Mit Front-Motor und dem Getriebe an der Hinterachse entsprach der Z-102 dem Transaxle-Prinzip. Bekannte Karosseriebauer veredelten den schnellen Sportwagen. So baute Saoutchik in Paris Cabriolets mit sagenhaft geschwungenen Kotflügeln. Touring Superleggera baute ein rot-schwarzes Coupé, das auch bei der Techno Classica zu sehen ist.

Auf der Pariser Autoausstellung 1955 wurde der Nachfolger Z-103 vorgestellt. Er ist in Essen als eleganter Spider des spanischen Karosseriebauers Serra mit übereinander angeordneten Doppelscheinwerfern zu sehen. Der Z-103 wurde mit zwei 4- bzw. 4,5-Liter-V8-Motoren angeboten. Die Höchstleistung des 4,5-Liter gab Enasa mit 300 PS an. Doch aufgrund der bescheidenen Verkaufszahlen der teuren Sportwagen stellte Pegaso die Produktion 1958 ein, um sich ganz auf den Nutzfahrzeugbau zu konzentrieren.

Jetzt kommentieren

Ressort

Erlkönig-Bilder, Entwicklungen auf dem Elektroauto-Markt und weitere Auto-News.

Anzeigenmarkt
Videonachrichten Auto
Quiz