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Bad Homburg und Hochtaunus
Berichte und Bilder aus Bad Homburg und dem Hochtaunus

16. Februar 2013

Altkleider-Container: Ärger um Altkleider-Container

 Von Miriam Keilbach
Kleiderkammer des Deutschen Roten Kreuzes.  Foto: Renate Hoyer

Einige Betreiber stellen Behälter ohne Genehmigung auf. Die Stadt will dagegen vorgehen.

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In der Dillstraße beim Rewe-Einkaufsmarkt steht einer, am Borkenberg beim Süwag-Häuschen ein anderer, und in der Pfeiffstraße bei Rossmann ein dritter. Die Rede ist von illegal aufgestellten Altkleider-Containern. „Das sind Flächen, die vermeintlich keinem gehören“, sagt der SPD-Fraktionsvorsitzende Eggert Winter, der eine Liste über die illegal aufgestellten Container führt. Von acht Containern an sechs Stellen sind Bilder auf der Webseite der SPD Oberursel zu sehen, aber: „Wir sind zu zögerlich mit der Wegschaffung.“

Der Magistrat prüft nun, wie und ob er die Altkleidercontainer entfernen lassen kann, auch wenn sie auf nicht-städtischen Grundstücken stehen. Die Grundstücksbesitzer fühlen sich oft machtlos – denn einen Ansprechpartner gibt es nicht. „Die Leute wissen nicht, wie sie sich wehren sollen. Es steht nur eine Telefonnummer auf dem Container, da meldet sich aber keiner“, sagt der OBG-Fraktionsvorsitzende Georg Braun.

Illegal abgestellte Container sind nicht nur ein Ästhetikproblem. Erfahrungsgemäß, so heißt es in einem Antrag der SPD in der Stadtverordnetenversammlung, dienten die Container als Ablageplatz für anderen Müll. Zudem würden hin und wieder Grünflächen für das Abstellen benutzt – was die Natur schädige.

Legal oder illegal

Wurden bislang illegal aufgestellte Container auf städtischer Fläche vom Ordnungsamt entdeckt, hat der Bau & Service Oberursel (BSO) sie auf dessen Beanstandung abgeräumt und sichergestellt. „Sonst haben wir keine Befugnisse“, sagt BSO-Betriebsleiter Jürgen Funke.

Einmal, schildert Stadtsprecherin Nina Kuhn, stand ein illegal aufgestellter Container auf einem Gully, es kam zur Überschwemmung.

Wie viele legale Betreiber von Altkleidercontainern es in Oberursel gibt, kann die Stadt nicht sagen. „Der Bürger merkt oft gar nicht, ob der Container legal oder illegal aufgestellt ist“, sagt Kuhn. „Bislang hatten wir keine Beschwerden.“

Der FDP-Stadtverordnete Rainer Voß hat sich bei der Stadt Bad Homburg erkundigt, die sich energisch gegen die illegale Altkleidersammlung wehrt. „Die ermitteln auch auf privaten Grundstücken“, sagt Voß. „Wenn die Eigentümer der Container nicht bekannt sind, werden sie abgeholt.“

Bad Homburg habe inzwischen einige Adressen und Namen zu den ominösen Telefonnummern herausgefunden und wolle Oberursel behilflich sein. „Wenn wir ihnen die Telefonnummer nennen, kriegen wir die dazugehörigen Adressen“, so Voß.

Was mit der Kleidung passiert, die in illegal abgestellten Containern lagert, ist unklar. „Der Altkleiderhandel ist lukrativ“, heißt es im Antrag der SPD. In Ländern wie Kenia etwa zerstörten die Spenden die nationale Textilindustrie. In Deutschland regelt das seit rund einem halben Jahr gültige Kreislaufwirtschaftsgesetz, wie die gewerbliche Altkleidersammlung besser kontrolliert und reglementiert wird. Stellt ein Betreiber in Oberursel künftig einen Container auf, muss er der Stadt nachweisen, dass er die Erlaubnis hat, dort Altkleider zu sammeln. Die Stadt prüft nun, ob sie bei fehlender Erlaubnis ein Bußgeld verhängen kann.

Wer seine Altkleider nicht für kommerzielle Nutzung freigeben , sondern für einen guten Zweck spenden will, kann sie auch in das An-Zieh-Eck in der Hohemarkstraße 27 bringen. Dort werden Kleider gegen einen symbolischen Betrag an Bedürftige überreicht.

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