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Bad Homburg und Hochtaunus
Berichte und Bilder aus Bad Homburg und dem Hochtaunus

16. Juli 2015

Bad Homburg: Eine Woche Dauerprobe

 Von 

90 Nachwuchsmusiker zwischen elf und 20 Jahren sind seit Dienstag in Bad Homburg. Sie übernachten in der Jugendherberge, zwischen den Schlafeinheiten dreht sich alles um Musik.

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Gut, dass sich die Mitglieder des Jugend-Sinfonie-Orchesters (JSO) während ihrer Probewoche auf drei Einrichtungen verteilen. 90 Musiker aus neu Instrumentengruppen – das könnte ein ziemliches Durcheinander geben. Gibt es aber nicht, denn die Proben finden in der Jugendherberge sowie in den Gemeindehäusern von St. Marien und der Erlöserkirche statt. Gleichzeitig trainieren die Mitglieder des Jugendchors (JC) ihre Stimmen in Oberreifenberg. Sie alle eint die Liebe zur Musik und der Wunsch, in dieser einen Probewoche viel fürs Leben zu lernen.

Dass noch nicht alles glatt läuft, sieht man, als es zum Fototermin gehen soll. Zwar stehen alle Schlaginstrumente parat, doch die Schlagmusiker fehlen. Sie kaufen gerade Ersatzfelle im Musikgeschäft. Also müssen die Streicher ran.

Die Proben selbst laufen wesentlich disziplinierter. 90 Nachwuchsmusiker zwischen elf und 20 Jahren sind seit Dienstag in Bad Homburg. Sie übernachten in der Jugendherberge, zwischen den Schlafeinheiten dreht sich alles um Musik.

An den ersten beiden Tagen, erklärt JSO-Leiter Lars Keitel, hätten die Registerproben im Mittelpunkt gestanden. Jede Instrumentengruppe war demnach unter sich. Erst ab 19 Uhr seien dann alle Musiker zusammengekommen zur Tuttiprobe. Mit dieser wird heute nun der Tag eröffnet – bis Dienstag bleibt das so. Von 9.30 Uhr bis etwa 21 Uhr stehen dann alle Musiker gemeinsam auf der Bühne, „natürlich mit Pausen, bei dieser brutalen Hitze“, so Keitel.

Ein Höhepunkt ereignet sich dann heute Abend: Das Orchester probt erstmals mit Jacob Schwarz. Der war ab 2010 auch im JSO, mittlerweile studiert er an der Frankfurter Musikhochschule. Er wird – begleitet vom Orchester – das Cellokonzert h-moll von Antonin Dvorák spielen.

Dieses Konzert schrieb Europäer Dvorák einst in den USA, womit es perfekt zum Motto des diesjährigen Jugend-Sinfonie-Orchesters passt: „Transatlantic“.Es werden musikalische Brückenschläge zwischen Europa und Nordamerika präsentiert. „The Liberty Bell“ beispielsweise, ein Stück von John Philip Sousa, benannt nach der Glocke, die schlug, als die amerikanische Unabhängigkeitserklärung erstmals verlesen wurde. Um den Sound zu imitieren, hat Lars Keitel eine Schiffsglocke besorgt.

Diese Glocke steht aber trotz ihrer Lautstärke nicht im Mittelpunkt. Wichtiger, so Keitel, sei das Gemeinschaftsgefühl und das Wissen, nach einer Woche harter Arbeit wirklich etwas gelernt zu haben. Dafür werden alle Teilnehmer von der Schule befreit und zahlen 100 Euro. Da das gesamte Projekt insgesamt rund 70 000 Euro kostet, sind JSO und JC auf Spenden und Zuschüsse angewiesen. Und auf die Eintrittsgelder der Konzerte.

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