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Bad Homburg und Hochtaunus
Berichte und Bilder aus Bad Homburg und dem Hochtaunus

17. Januar 2016

Bad Homburg: Hussiten rocken Jahresempfang

 Von 
Bringen Stimmung in den Saal: Tobias Ottaviani (li.) und Jens Gengenbach als Solisten mit der Big Band der Humboldtschule.  Foto: Renate Hoyer

Beim Jahresempfang der Stadt Bad Homburg tritt Holger Fritzel zum letzten Mal als Stadtverordnetenvorsteher auf. Der Frankfurter Zoodirektor erzählte launigen Anekdoten.

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Holger Fritzel ist nicht mehr lange Stadtverordnetenvorsteher. Im März , das hatte er angekündigt, tritt der Politiker der Neuen Homburger Union nach knapp vier Jahrzehnten nicht mehr in den kommunalpolitischen Ring. Und wie das so ist bei Menschen, die nichts mehr zu verlieren haben, sie halten auch mit nichts mehr hinter dem Berg.

„39 Jahre sind genug“, tat Fritzel, schon immer bekannt für seine direkte Ansprache, bei seinem letzten Auftritt in dieser Rolle beim Jahresempfang der Stadt Bad Homburg kund. Nun seien mal die dran, die eh meinten, sie könnten alles besser. Für dieses ehrliche Wort gab’s dicken Applaus.

„Die Hilfsbereitschaft war fantastisch“

1977 habe er als Ortsbeirat in Ober-Eschbach angefangen, erinnerte Fritzel, ab 1981 war er dann ununterbrochen im Parlament der Stadt. Sein Job als solcher mache ihm zwar noch Spaß, räsonierte der Parlamentschef, aber „nicht mehr in dem aktuellen politischen Umfeld“. Er habe sich damals als junger Politiker gefragt, was er hier für seine Stadt tun könne, sagte Fritzel. Leider gebe es nun oft junge Politiker, die sich nur fragten, was sie hier werden könnten.

Das waren Fritzels Abschiedsworte. In seiner Begrüßung dankte er all jenen, die sich im zurückliegenden Jahr um die vielen Flüchtlinge gekümmert hätten, Hauptamtliche und Ehrenamtliche gleichermaßen. „Die Hilfsbereitschaft war fantastisch“, freute sich Holger Fritzel über die Bad Homburger, „und ohne die vielen Freiwilligen wären wir verloren gewesen“.

Zum ersten und zum letzten Mal im Amt beim Jahresempfang. Holger Fritzel (li.) begrüßt Oberbürgermeister Alexander Hetjes.  Foto: Renate Hoyer

Applaus bekam er für die Einlassung, dass Integration keine Einbahnstraße sei. Gäste hätten die Pflicht, Gesetze und Gepflogenheiten der Gastgeber zu achten. Wer das nicht tue, habe das Gastrecht verwirkt. Die sei nicht nur zum Schutz der eigenen Bevölkerung wichtig, sondern auch zur Abwehr rechter Rattenfänger.

„Klima- und Artenschutz ist Friedenssicherung“

Die Verantwortung war auch Thema des Bad Homburger Bürgers und Frankfurter Zoodirektors Manfred Niekisch. In launigen Anekdoten fasste der Biologe und Umweltschützer die Geschichte seines Zoos für die Homburger Gesellschaft zusammen und beschrieb auch den Wandel der Aufgaben, dem der Zoo im Laufe der Jahrzehnte unterworfen war.

Beginnend mit dem berühmten Vorgänger Niekischs, Bernhard Grzimek, schilderte er die Verantwortung der Zoos und ihrer Forschungen für Biodiversität in den Herkunftsländern der Tiere. Beim Tierschutz gehe es um Naturschutz und auch um die Lebensbedingungen der Menschen. „Damit die Menschen eine Chance haben, dort bleiben zu können, wo sie geboren sind“, sagte Niekisch, „und nicht fliehen müssen, weil sie keine andere Überlebenschance haben“. „Klima und Artenschutz ist Friedenssicherung“, appellierte der Zoodirektor.

Manfred Niekisch, Zoodirektor in Frankfurt und Bürger von Bad Homburg, spricht von der Verantwortung gegenüber der Natur.  Foto: Renate Hoyer

Und dann waren da noch die „HUSsiten“, die Stimmungsmacher des diesjährigen Empfangs, die Bigband der Humboldtschule, unter der Leitung von Alexander von Edlinger. Melodien von Lionel Ritchie bis Miriam Makeba in der spielfreudigen Interpretation des jungen Ensembles brachten Leben in den grauen Samstagvormittag und den angestaubten Charme des Kursaals.

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