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Bad Homburg und Hochtaunus
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12. Januar 2013

Demenzerkrankung: „Reden ist wichtig“

Katrin Feick ist Geschäftsführerin beim Kurstift Bad Homburg. Zuvor arbeitete sie fünf Jahre in Königstein. Foto: Jupiter

Katrin Feick ist Geschäftsführerin beim Kurstift Bad Homburg. Die Marketingfrau machte in den USA den Direktorenschein und arbeitete in den Heimen Sunrise und Kursana in Königstein. Im FR-Interview spricht sie über die richtige Hilfe bei Demenzerkrankungen.

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Wie gut ist der Hochtaunuskreis mit Einrichtungen für Demenzkranke versorgt?

Die Zahl der Anlaufstellen steigt. Die Einrichtungen haben den Bedarf verstanden, das Konzept ist aber nicht überall schon gut umgesetzt. Deutschland hinkt etwas hinterher, das Thema wird noch immer unter den Teppich gekehrt. Es gibt aber im Kreis gute Seniorenheime und auch einen Demenzverein in Oberursel.

Wie sieht es denn mit ambulanten Angeboten aus?

Ein häufiger Ortswechsel tut Demenzkranken nicht gut. Die Tagespflege ist daher auf lange Dauer nicht angebracht, das geht meist nur im Anfangsstadium, wenn sie es zuordnen können.

Die Sievekings setzen osteuropäische Pfleger ein. Ist das üblich?

Viele der Bewohner, die ich in meiner bisherigen Zeit kennengelernt habe, kommen aus dieser Situation heraus. Aber Demenz ist mehr als Pflege, das ist eine Krankheit, die primär im Kopf stattfindet. Oft fehlen Ausbildung und Sprachkenntnisse. Dabei ist Unterhaltung wichtig. Wir erkennen auch eine Angst vor den Kranken, die mal ins Wohnzimmer urinieren oder aggressiv werden, eine Herausforderung für den Pflegenden. Für Demenzkranke sollte der Einsatz osteuropäischer Pfleger die letzte Wahl sein.

Sieveking kritisiert, dass Ärzte die Diagnose so spät stellen.

Die Diagnose gibt es erst zu 100 Prozent, wenn der Mensch tot ist und man ihm in den Kopf schauen kann. Es gibt Ärzte, die die Diagnose früh stellen, mit Tabletten lassen sich so ein paar Jahre gewinnen. Andere Ärzte warten, dann ist es für die eigentliche Therapie zu spät und man kann nur Schadensbegrenzung machen und Symptome wie etwa Depression oder Aggression behandeln. Es gibt spezialisierte Kliniken und Neurologen, die den Mini-Mental-Test anbieten. Das sind gute Anlaufstellen.

Das Interview führte Miriam Keilbach

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