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Bad Homburg und Hochtaunus
Berichte und Bilder aus Bad Homburg und dem Hochtaunus

22. Februar 2013

Friedrichsdorf: Konzert im Kaufhaus

 Von Miriam Keilbach
Hier soll ab Sommer im Taunus Carré eingekauft werden.  Foto: Martin Weis

Mit zahlreichen Events will der Investor das Taunus-Carré in Friedrichsdorf zur Attraktion für die ganze Familie machen. Der Einzelhandel befürchtet jedoch Umsatzeinbußen durch das neue Einkaufszentrum.

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Großes hat der Betreiber des neuen Taunus Carré vor. Die hessischen Beachvolleyball-Meisterschaften soll es dort geben, Konzerte, Illuminationen. Wie im Ring Center in Offenbach, welches die ILG Fonds GmbH auch betreibt. „Wir wollen Aktivitäten für Familien schaffen und den lokalen Einzelhandel einbinden“, sagte Michael Relic, Centermanager der ILG-Einkaufszentren, der auch gleich die Centermanagerin für das Taunus Carré präsentierte: Julia Steinmetz.

Die Juristin wird Vollzeit vor Ort arbeiten, wenn das Taunus Carré öffnet. „Die Bauarbeiten sind wegen des Wetters in Verzug, wir hoffen auf vor den Sommerferien, aber das wird eng“, sagte Relic. Von 10 bis 20 Uhr soll das Taunus Carré werktags geöffnet sein, samstags von 9 bis 20 Uhr. Mit Rewe wird es vielleicht eine Sonderregelung bis 22 Uhr geben. Die Tiefgarage wird kostenlos sein.

Vier Ladenflächen sind noch nicht vergeben, die restlichen Mieter stehen fest. Eine Apotheke, Apollo Optik, AWG, s.Oliver, Esprit, Ernsting’s family, Expert, Sport Fink Schuhe, Gerry Weber, Takko, Depot, Lotto, Mister Lady, Deichmann, Debitel, Müller, Rewe, ein Nagelstudio, ein Friseur, eine Bäckerei, eine Asia Nudelbar, ein Döner-Imbiss und ein griechisches Restaurant ziehen ein.

Der Handels- und Gewerbeverein Aktives Friedrichsdorf lud am Mittwochabend Einzelhändler zu einer Informationsveranstaltung: Wie wird sich der Einzelhandel durch das Taunus Carré verändern? Bedroht es ihn gar?

Erster Stadtrat Norbert Fischer (CDU) erklärte, warum die Stadt das Einkaufszentrum will: „Wir haben eine Kaufkraft von 135,1 Prozent“, sagte er, „aber 51 Prozent geben ihr Geld anderswo aus.“ In der Stadt fehle etwas. Die Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung sieht für Bekleidung 229 Quadratmeter Handelsfläche pro tausend Einwohner vor, in Friedrichsdorf sind es 84.

Einzelhändler fürchten um ihr Geschäft

Doch noch stehen viele Einzelhändler dem Einkaufszentrum skeptisch gegenüber. „Sie glauben doch nicht, dass die 400-Euro-Verkäuferin von Deichmann Kunden an unseren Ulrich schickt, wenn sie einen Schuh nicht da hat“, sagte eine Frau.

Der Handelsverband Hessen sowie die IHK (Industrie- und Handelskammer) Frankfurt verwiesen darauf, dass Einzelhändler ihre Ladenkonzepte und ihre Öffnungszeiten überdenken müssen, um eine Chance zu haben. „Es gibt einen Wandel in den Haushaltsstrukturen“, sagte Friedrich J. Wagner, Präsident des Handelsverbands Hessen. Jeder Händler solle sich fragen, wann er zuletzt sein Ladenkonzept angefasst habe, so Silvio Zeizinger, Geschäftsführer des Handelsverbands Hessen-Süd. Die Öffnungszeiten seien zu verschieden, der eine Laden schließe um 17 Uhr, der andere mache zwei Stunden Mittagspause.

Deutliche Worte fand IHK Frankfurt-Vize-Präsident Horst Platz: „Der Einzelhandel muss sich an die neue Realität gewöhnen. Um 18 Uhr fällt nicht der Hammer.“ Kunden würden einkaufen wollen, wann es ihnen passt. „Fragt euch, ob ihr wirklich montags um acht Uhr öffnen müsst, oder ob zehn oder elf Uhr reicht.“

Die Frage, ob Produktwissen und Beratung, oder doch die Öffnungszeiten zentral sind, blieb. „Wir heben uns durch Wissen von großen Anbietern ab“, sagte ein Händler. „Alle Bausteine müssen zusammenspielen“, antwortete Zeizinger. Er schlug vor, die Frequenz zu messen, wann Umsatz gemacht werde, damit eine Kernöffnungszeit für die Innenstadt bestimmt werden könne.

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