Bad Homburg und Hochtaunus
Berichte und Bilder aus Bad Homburg und dem Hochtaunus

27. November 2012

Hit-Supermarkt Bad Homburg: Großer Andrang beim Neuling

 Von Martina Propson-Hauck
Großes Gedränge: Im Stadtteil hat ein Supermarkt gefehlt. Foto: Andreas Arnold

Der erste Hit-Supermarkt im kreis hat eröffnet.

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Bad Homburg –  

Ein Menschenandrang und Verkehrschaos, wie man es sonst höchstens von Vorweihnachts-Samstagen kennt. Lange Schlangen an den sechs Supermarktkassen, als hätte Bad Homburg bislang keine Einkaufsmöglichkeiten für Lebensmittel geboten. Was sich gestern früh in der Frankfurter Landstraße abspielte, ist für die Eröffnung eines Lebensmittelmarktes an einem Montagmorgen recht ungewöhnlich.

Und spricht vermutlich für das Konzept. Projektentwickler Eberhard Horn aus Königstein hatte der Stadt bei der Entwicklung des Areals am Europakreisel vorgeschlagen, nicht unbedingt einen weiteren Rewe-Markt in der Stadt anzusiedeln. Rewe ist einer der ganz Großen im Rhein-Main-Gebiet.

Expansionen geplant

Einen Hit-Supermarkt indes gab es bislang nur sieben Mal in Hessen. 25 Millionen Euro sind in den Bau des Marktes und der 20 Wohnungen und vier Gewerbeflächen darüber und hintendran geflossen. Die ersten der Mietwohnungen sollen zum 1. Dezember bezogen werden.

Hit ist ein inhabergeführtes Familienunternehmen, das 1901 als kleines Lebensmittelgeschäft gegründet worden ist. Heute betreibt die Dohle Handelsgruppe aus Siegburg 90 Verbrauchermärkte in Deutschland. Sie will auch im Rhein-Main-Gebiet weiter expandieren.

Ungewohnter Service

Der Markt an der Frankfurter Landstraße ist mit 1500 Quadratmetern einer der kleineren. Er bietet 76 überdachte Kundenparkplätze direkt vor der Tür. Die 55 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter boten gestern den Kunden einen Service, wie man ihn in der Servicewüste Deutschland sonst eher nicht kennt: freundliche Parkplatzeinweiser, nette Damen und Herren, die Einkäufe in Tüten verstauen.

„Ich finde das Angebot an frischen Sachen toll“, sagt eine Frau, die gerade an der Kasse ihre Waren bezahlt. Mit 32 Metern Länge bietet die Frischetheke ein großes Angebot an Fisch-, Käse-, Fleisch- und Wurst-Spezialitäten: vom Preiselbeerfrischkäse über die marinierten Lachssteaks bis zum Vitello Tonnato und zum Carpaccio.

Bio steht oben

Beim Gang durch die Regale fällt auf, dass die Preisspanne auf ganz unterschiedliche Käuferschichten zielt: Von der Discountermarmelade für 99 Cent bis zum Feigenaufstrich zum vierfachen Preis ist alles zu haben. Biowaren sind nicht in der berühmten „Bio-Ecke“ ausgestellt, sondern immer im obersten Regalboden einer Warengruppe zu finden. Sie bilden rund fünf Prozent des gesamten Angebots.

Bei den Süßwaren werden handgemachte Pralinen des Wiesbadener Confisiers Kinder mit dem Aufdruck des Homburger Kaiser-Wilhelms Bades genauso verkauft wie die guten alten Schogetten. Dazwischen sprudelt eine Schokokaskade. Insgesamt zielt das Sortiment auch mit einer riesigen Obst- und Gemüseabteilung durchaus auf gehobene Bad Homburger Ansprüche ab.

Auch das ganz persönliche K.O.-Kriterium erfüllt der neue Supermarkt: Die sonst fast nur im Feinkostgeschäft zu bekommenden englischen Kettle-Chips gibt es sogar in gleich drei Sorten.

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